Bayern zieht österreichisches juwel an land: 16-jähriger maric springt auf

Der FC Bayern München kauft sich die Zukunft. Matteo Maric, 16, erklärt Red Bull Salzburg den Krieg und unterschreibt langfristig in München. Die Ausbildungsentschädigung – ein Spottpreis für einen Jungen, den europäische Topklubs schon als nächstes großes Mittelfeld-Talent listen.

Salzburgs verlust, bayerns coup

Der österreichische Rekordmeister wollte Maric bis zuletzt mit einem Profivertrag binden. Die Forderung nach einer Ausstiegsklausel nach zwei Jahren blockierte die Bosse – und ebnete den Weg nach Oberbayern. „Wir haben ihn über Monate scoutet“, sagt Jochen Sauer, Direktor Nachwuchs. „Er ist der kreativen Mitte, die uns noch fehlte.“

Maric kann sowohl hinter der Spitze schalten als auch als rechter Acht vorrücken. In Salzburg schoss er in der U-17 in dieser Saison acht Tore, bereitete zwölf vor. Zahlen, die in München ein Lächeln auf die Gesichter der Campus-Chefs zaubern.

Die Verhandlungen liefen still. Erst als der Spieler kurz vor Ostern die Trainingsräume in Liefering verließ, rutschte die Nachricht durch die Agenturkrake. Red Bull reagierte entrüstet, will aber keine rechtlichen Schritte einleiten – die Ausbildungsentschädigung ist laut FIFA-Richtlinie fix.

Nationalteam-poker läuft

Nationalteam-poker läuft

Neben Österreich buhlen auch Kroatien und – so hört man aus Wiener Föderationskreisen – sogar Deutschland um ihn. Maric besitzt kroatische Wurzeln über seinen Vater, spricht aber fließend Deutsch nach zwei Jahren an der Salzburg-Schule. DFB-Scouts haben bereits Kontakt aufgenommen.

Für Bayern ist der Transfer mehr als ein einzelner Einkauf. Seit 2024 haben die Münchner fünf internationale Top-Talente unter 18 an den Campus gelotst – ein klares Signal an die Konkurrenz: Wer zukünftig mitspielen will, muss früh die Weichen stellen.

Maric selbst schreibt auf Instagram lediglich: „Neues Kapitel. München, ich komme.“ Kein Herzchen, kein Emoji – nur kalte Entschlossenheit. Genau diese Ruhe macht ihn auf dem Platz so unberechenbar.

Er wird zunächst in der U-19 von Miroslav Klose auflaufen, im Winter soll er mit der Regionalliga-Mannschaft trainieren. Wenn alles glatt läuft, steht der nächste Durchbruch bevor: die Profi-Vorbereitung 2027. Dann könnte er sich mit Musiala und Co. messen – und Salzburg erneut zeigen, was es verschenkt hat.