Bayern zertrümmert lyon und schickt die euroleague mit sieg in die sommerpause
Es war ein Abschied auf höchstem Niveau. Die Bayern zogen gegen das französische Schlusslicht ASVEL Lyon-Villeurbanne mit 93:83 den Stecker aus der EuroLeague-Steckdose und verpassten damit wenigstens ein versöhnliches Ende ihrer enttäuschenden Saison in der Königsklasse.
Justinian Jessup war der Mann des Abends. Der US-Amerikaner versenkte 17 Punkte und ließ die Defense der Franzosen wie einstudierte Statisten wirken. Andreas Obst, frisch gebackener Welt- und Europameister, kam von der Bank und schoss direkt 15 Zähler an den Korb – ein Statement, das Trainer Svetislav Pesic sich für die anstehenden Bundesliga-Playoffs notieren wird.

Die rechnung war schon vor dem sprungball erledigt
Roter Stern Belgrad hatte am Vortag in Vitoria nachgelegt und Bayerns letzte Fünf-Prozent-Hoffnung auf die Play-ins mit einem 78:72 gegen Baskonia ausgelöscht. Die Münchner wussten: Gegen Lyon geht es nur noch um Ehre. Sie lieferten ab. 14 Siege in 34 Spielen – das ist die Bilanz, mit der Bayern München die EuroLeague verlässt. Kein Traum, kein Albtraum, nur ein Nachruf auf eine Saison, die nie Fahrt aufnahm.
Nun richten sich alle Blicke auf die Bundesliga. Dort steht München auf Platz eins, die Playoffs beginnen Mitte Mai. Der BBL-Pokal war schon im Halbfinale Endstation, doch die Meisterschaft bleibt das große Ziel. Pesic wird seine Rotation jetzt zuschnüren, Obst und Jessup haben sich warmgeschossen, und die Defense, die in Lyon in der zweiten Hälfte nur 41 Punkte zuließ, gibt ihm Rätsel auf: warum erst jetzt?
Bayern verlässt die EuroLeague nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit einem routinierten Handshake. Die Saison war eine Lehrstunde, nicht mehr. Die nächste beginnt am 9. Mai gegen Würzburg. Dann zählt nur noch ein Titel – und der ist deutsch.
