Bayern zerquetscht atalanta und jagt real: kompany-maschine ohne bremse
6:1 war erst der Auftakt. Im Rückspiel schraubte der FC Bayern die Demütigung für Atalanta auf 10:2 Gesamt und schickte die Italiener mit eingezogenem Schwanz in den Urlaub. Harry Kane erledigte mit einem Doppelpack die Eintracht schon in der ersten Stunde, Karl und Diaz legten nach. Erst in der 85. Minute fiel der Ehrentreffer für die Gäste – zu spät, um noch Schadenfeuer zu legen.
Spanien reagiert mit respekt und angst
Die Zeitungen in Madrid hatten den Termin lange im Kalender rot angestrichen. Nun lesen sich die Schlagzeilen wie ein einziger Seufzer. „AS“ spricht vom „formstärksten Club Europas“, „Marca“ warnt: „Dieser Bayern macht keine halben Sachen.“ Die Rede ist von einer Maschine, die in dieser Saison bereits 32 Champions-League-Tore geschossen hat – mehr als jeder andere Verein nach dem Achtelfinale.
Die Statistik ist kein Druck, sondern Versprechen. Vincent Kompany hatte seine Startelf rotieren lassen, doch selbst die Bankspieler wirkten wie gegossen. Atalanta lief hinterher, als wäre der Platz in der Allianz Arena ein Laufband mit Turbo-Modus. Der italienische Fußball guckte fassungslos: „Tuttosport“ titelte „Atalanta bricht erneut ein“, die „Gazzetta dello Sport“ diagnostizierte ein „Debakel in Serie“.

Kane ist der killer, real der nächste gegner
Mit sieben Treffern in vier Europapokal-Spellen führt Harry Kane die Torjägerliste an. Sein zweiter Streich am Mittwoch war typisch Kane: Lupften Lauf, gespielte Ruhe, eiskalter Abschluss. Die 54. Minute war noch jung, da hatte der Engländer schon das halbe Stadion mit seinen Armen zum Jubel gezwungen.
Jetzt steht das an, was jeder Fan seit Wochen herbeisehnt: Viertelfinale gegen Real Madrid. Die „Königlichen“ mussten in der Vergangenheit gegen Bayern oft die Krone abliefern – 2018 das 4:3 nach 0:2, 2022 das 3:1 nach 0:1. Doch diesmal reist der Rekordmeister mit einer eigenen Dynastie. Die Münchner haben den „Real-Fluch“ längst abgelegt, wie die spanischen Kommentatoren einräumen: „In München gibt es kein Wunder mehr – nur noch Realität.“
Die Kasse klingelt bereits. Die UEFA kalkuliert mit einer Zuschauer-Kapazität von 75.000, die Tickets sind in Sekundenschnelle weg. Die Uhr tickt bis zum 8./9. April. Dann wird nicht nur ein Platz im Halbfinale vergeben, sondern auch die Frage beantwortet, ob Bayerns Sprint tatsächlich ohne Ende läuft. Die Antwort liegt in der Formkurve: seit 17 Pflichtspielen ohne Niederlage. Länger war diese Serie zuletzt 2020 – und damals stand am Ende der Pokal mit den großen Ohren.
