Bayern verpasst millionen-deal: peretz-transfer durch southampton-skandal geplatzt!

Ein unerwarteter Rückschlag für den FC Bayern München: Der geplante Transfer von Torwart Daniel Peretz könnte den Rekordmeister acht Millionen Euro kosten – und das liegt an einem Skandal um seinen aktuellen Verein, Southampton. Der Ausschluss aus dem Premier League Aufstiegsfinale hat die finanziellen Pläne der Bayern durchkreuzt.

Spionage-affäre räumt bayern das handwerk ein

Spionage-affäre räumt bayern das handwerk ein

Die English Football League (EFL) hat Southampton aufgrund eines Spionage-Skandals aus dem Aufstiegsfinale gegen Hull City ausgeschlossen. Der Klub wird zudem mit einem Punktabzug in der kommenden Zweitliga-Saison bestraft, nachdem er mehrere Verstöße gegen die EFL-Regularien eingeräumt hat. Es ging nicht nur um das Ausspionieren von Middlesbrough, sondern auch um Oxford United und Ipswich Town. Dieser Vorgang hat nun direkte Konsequenzen für den möglichen Transfer von Daniel Peretz.

Laut Informationen der Sport Bild war im Leihvertrag von Peretz eine Kaufpflicht in Höhe von acht Millionen Euro vereinbart worden, die greifen würde, sollte Southampton den Aufstieg in die Premier League schaffen. Da dies nun ausgeschlossen ist, entfällt diese Klausel. Das ist ein bitterer Schlag für die Bayern, die den Deal offenbar fest eingeplant hatten.

Peretz' Marktwert steht in krassem Gegensatz zum möglichen Preis: Während der israelische Nationaltorhüter laut aktuellen Schätzungen nur einen Marktwert von zwei Millionen Euro aufweist, hätten die Bayern acht Millionen Euro zahlen müssen, um ihn fest zu verpflichten. Ein Deal, der nun wohl vom Tisch ist.

Die Situation ist ironisch, denn Peretz hat sich bei Southampton als zuverlässiger und positiver Faktor bewiesen. In 26 Einsätzen für die Saints zeigte er sein Können und etablierte sich als Stammkeeper. Doch die Ereignisse abseits des Platzes haben nun seine Zukunft beim FC Bayern in Frage gestellt.

Mit Manuel Neuer, Jonas Urbig und Sven Ulreich verfügt der FC Bayern bereits über ein starkes Torhüter-Trio. Daher erscheint eine Verpflichtung von Peretz unwahrscheinlich. Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund werden sich nun nach einem neuen Abnehmer für den 25-Jährigen umsehen. Ob eine erneute Leihe oder ein fester Verkauf angestrebt wird, bleibt abzuwarten. Der Vertrag von Peretz läuft noch bis 2028.

Die Affäre zeigt einmal mehr, wie fragil die Verhandlungen im Fußballgeschäft sein können und wie unvorhergesehene Ereignisse ganze Transferpläne durchkreuzen können. Für den FC Bayern bedeutet es, dass sie nun nach einer neuen Lösung für die Torwartposition suchen müssen – und möglicherweise eine beträchtliche Summe Geld einsparen werden, auch wenn der Preis für den sportlichen Erfolg höher ist.