Sevilla am strand: ramos' deal droht zu platzen?

Ein Schatten legt sich über Sevilla: Während die Mannschaft am kommenden Samstag das Saisonfinale bei Celta Vigo bestreitet, blicken die Anhänger mit zunehmender Sorge auf die Zukunft ihres Vereins. Die Frage, die in Nervión brennt, ist simpel, aber drängend: Wird es eine neue Eigentümerstruktur geben oder nicht?

Die zeit läuft ab: ramos

Die zeit läuft ab: ramos' exklusivitätsphase endet

Die Uhr tickt für Sergio Ramos und seine Investorengruppe. Die sogenannte LOI, die eine Exklusivitätsperiode für die Übernahme des Sevilla FC vorsah, läuft am 31. Mai aus. Das bedeutet: Am Freitag, den 29. Mai, wäre der letzte Tag, um die notwendigen Unterlagen vor einem Notar zu unterzeichnen. Es ist bereits acht Tage her, seit eine Einigung zwischen Ramos und den bisherigen Hauptaktionären in einem Hotel in Sevilla erzielt wurde. Nur einen Tag später wurde der Prozess offiziell abgesegnet – zu einem Preis von rund 450 Millionen Euro, inklusive der bestehenden Schulden.

Doch die Tage vergehen, und mit ihnen wächst die Unsicherheit. Laut Informationen sind über 70 Prozent der Anteile – mehr als 73.000 – bereits frei von Belastungen. Die restlichen Anteile, die in den Kaufvertrag einfließen, sind mit der Verpflichtung der Gläubiger versehen, diese bei Vertragsunterzeichnung freizugeben. Dafür muss die Kaufseite jedoch dringend Sicherheiten vorlegen, die belegen, dass sie über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Es geht nicht darum, am Tag der Unterzeichnung das gesamte Geld auf den Tisch zu legen, sondern vielmehr darum, nachzuweisen, dass ein Zahlungsplan über zwei Jahre realistisch umsetzbar ist. Dieser Plan sieht eine erste Zahlung von 60 Prozent des Gesamtbetrags vor, gefolgt von 30 Prozent im ersten Jahr und den restlichen 10 Prozent im zweiten Jahr. Die Vorlage dieser Sicherheiten ist essenziell, um die Zustimmung des spanischen Sportministeriums für den Anteilstransfer zu erhalten – und diese liegt bislang nicht vor.

Ramos und Five Eleven Capital gingen mit einer Reihe von Investoren in diese Transaktion. Wie MARCA letzte Woche exklusiv berichtete, stammt ein erheblicher Teil des Kapitals aus Mexiko. Es gibt nun aber Gerüchte, dass sich diese Investoren zurückgezogen haben und nach alternativen Wegen suchen, die Operation durchzuführen. Die Situation ist brisant. Die Zeit drängt, und andere Interessenten warten im Hintergrund, bereit, bei einem Scheitern des Ramos-Deals zuzuschlagen.

Die Entscheidung über die Zukunft des Sevilla FC muss dringend getroffen werden, um die Planungen für die kommende Saison zu beginnen und die Weichen für eine neue Ära zu stellen. Denn eines ist klar: Wer jetzt zögert, riskiert, den Anschluss zu verpassen und die Chance auf eine sportliche Renaissance zu verspielen.