Bayern stolpern in bamberg – albas kollaps versetzt der liga einen schock
Die Bundesliga kriegt eine zweite Farbe. Rot-Weiß. Denn Bayern München, sonst Synonym für Kontrolle, rutschten in Bamberg aus und landeten mit 93:97 auf dem harten Holz der Brose-Arena. Drei Wochen nach dem Pokal-K.o. also die nächste blutige Nase – und die Tabellenführung bleibt eine Makulatur.
Andreas obst trifft, aber die defense verpennt den abend
Andreas Obst war heiß, wirklich heiß. 31 Punkte, davon sieben Dreier, Weltmeister-Niveau. Nur: Basketball ist kein Tennismatch. Wenn die Abseits-Falle schlummert, nützt selbst ein Snipper nichts. Bamberg spielte mit dem Selbstvertrauen eines Pokalsiegers, Ibi Watson nagelte 23 Punkte an die Anzeigentafel und die Baskets schaufelten nach dem Viertel 3 ein 16-Punkte-Polster auf. München kam noch ran, aber die letzte Minute gehörte wieder Franken. Bamberg festigt Platz vier, Bayern kriegen Platz eins nicht geschenkt.
Die Zahlen sind hart: 18 Ballverluste, 12 vergebene Freiwürfe, ein Plus-Minus von minus 8 unter den Brettern. Das ist kein Ausrutscher, das ist ein System-Alarm.

Alba versinkt in weißenfels – 68:99 ist kein tippfehler
Während in Oberfranken die Sirene heulte, brannte in Sachsen-Anhalt ein ganzes Schiff ab. Alba Berlin, angepeilt auf Titelrennen, kassierte beim Syntainics MBC eine 31-Punkte-Klatsche. Die Zahlen sind peinlich: 32 Prozent Feldwurfquote, 19 Turnovers, null Antwort auf den 14:0-Lauf der Mitteldeutschen vor der Pause. Spencer Reaves ließ die Berliner Defense aussehen wie ein Schweizer Käse – 23 Punkte, 6 Assists, ein Spaziergang. Malte Delow war mit 14 Punkten Albas bester Mann – das sagt alles.
Der MBC springt auf Relegationsplatz, Alba bleibt sechs Punkte hinter München und kriegt die Frage aufgedrückt: Will diese Mannschaft wirklich Meister werden oder nur Statist spielen?
Die Liga lügt nie. Nach 25 Spieltagen haben die Bayern zwei Niederlagen in Folge kassiert, Alba eine Lektion in Demut. Bamberg und Weißenfels feiern, die Großen bluten. Und wir? Wir warten auf den nächsten Spieltag, wo die Tabelle wieder zittert. Denn wenn die Spitze strauchelt, riechen die Verfolger Blut. Die Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden – aber sie hat endlich wieder Spannung.
