Hartenstein kehrt zurück – okc wirbelt timberwolves im siebten gang weg

Isaiah Hartenstein brauchte keine Sekunde, um sich zu wärmen. Nach drei Spielen Zwangspause sprang der deutsche Center direkt in die Anfangsfünf, riss 12 Rebounds herunter und Oklahoma City drehte einen 47:53-Halbzeitdämpfer gegen Minnesota in einen 116:103-Kantersieg. Die Thunder haben jetzt acht Siege am Stück und die beste Bilanz im Westen – die Playoffs rücken in greifbare Nähe.

Hartenstein liefert, sga schreibt geschichte

Der 27-Jährige blieb zwar punktlos, doch seine pure Präsenz unter den Brettern beendete Minnesotas zweite Welle. Julius Randle schraubte sich auf 32 Punkte, doch sobald er in die Zone einrückte, stand Hartenstein im Weg. Zweimal blockte er den All-Star, einmal klatschte der Ball so heftig gegen das Brett, dass die Arena aufjauchzte. Die Zahl, die zählt: 12 Rebounds in 21 Minuten – mehr als jeder Timberwolf überhaupt.

Shai Gilgeous-Alexander dagegen jagt Rekorde, nicht Gegner. Mit 20 Punkten baute er seine Serie auf 128 Spiele in Folge mit mindestens 20 Zählern aus – frisch eingekerbter Klubrekord und nur drei Partien hinter Michael Jordans Bestmarke. Dass er dabei nur sieben von 22 Würfen traf, stört ihn nicht: „Wenn der Wurf nicht fällt, laufe ich halt mehr“, sagte er lachend zum SID.

Schröder verliert duell, nicht den anschluss

Schröder verliert duell, nicht den anschluss

Während Hartenstein jubelt, musste Dennis Schröder mit den Cleveland Cavaliers die 120:130-Niederlage gegen Dallas einstecken. Der Weltmeister kam auf acht Punkte und sechs Assists, doch Luka Dončić und Kyrie Irving schalteten im vierten Viertel einen Gang hoch. Die Cavs rutschen auf Platz vier im Osten – noch komfortabel, aber der Vorsprung auf Miami schmilzt.

Die Thunder dagegen brennen auf das erste Ticket für die Postseason. Headcoach Mark Daigneault rotiert tief, belässt Hartenstein aber auf 21 Minuten – ein klares Statement: Gesundheit vor Ego. „Isaiah ist unser Ruhepol“, sagt er. „Ohne ihn verlieren wir die Balance.“

Oklahoma City trifft am Freitag auf die Celtics – ein Finals-Remix im Vorprogramm. Wenn Hartenstein dann wieder von Anfang an durchsteht, dürfte auch Boston die Rechnung ohne den deutschen Riesen machen. Die Thunder fliegen momentan so hoch, dass selbst Wolkengeflechte sie nicht mehr stoppen.