Bayern kocht: schiri-panne kostet sieg und díaz droht sperre

Christian Dingert räumt den Fehler ein – doch das nützt dem FC Bayern nichts. Nach der Gelb-Rot-Entscheidunggegen Luis Díaz in der 84. Minute in Leverkusen bleibt der Rekordmeister Sieglos, verliert seinen Flügelflitzer für Union Berlin und schielt wütend auf die Tabelle. „Wir haben 1:2 verloren, nicht 1:1 gespielt“, schimpft Vincent Kompany im Mixed-Zone-Tunnel.

Die szene, die alles entschied

Blaswich kommt raus, Díaz nimmt den Haken mit, bleibt kurz liegen – und steht sofort wieder auf. Dingert sieht Schwalbe, zückt Gelb-Rot, obwohl der Kontakt deutlich ist. VAR Robert Schröder darf nicht eingreifen – Regel-Loophole der Saison 2025/26. „Er hat nicht mal einen Elfmeter verlangt, er wollte nur weiterspielen“, empört sich Kompany. „So ein Ref vermasselt einem das ganze Spiel.“

Die Zahlen sind hart: Bayern kassiert damit die fünfte Partie in Folge ohne Dreier, bleibt bei 52 Punkten hinter Stuttgart und Leipzig. Die Meisterschaft rückt in weite Ferne – und das, obwohl Harry Kane kurz vor dem vermeintlichen Ausgleich einen Treffer wegen angeblichem Handspiel zurückgenommen bekam. Auch das sieht der Club als Fehlentscheidung: „Arm am Körper, Ball prallt ab – kein Absicht“, sagt Jonathan Tah.

Hoeneß lässt die kirche im dorf – und trifft trotzdem

Hoeneß lässt die kirche im dorf – und trifft trotzdem

Uli Hoeneß braucht nach Abpfiff nur drei Worte: „Katastrophe, absolut inakzeptabel.“ Der Ehrenpräsident fordert erneut die Einführung von VAR-Reviews bei Gelb-Rot und schießt gegen die Liga-Leitung: „Wenn wir so weitermachen, können wir die Schiri-Ausbildung auch einstellen.“

Die Folge: Díaz fehlt definitiv gegen Union, dazu Tah mit Gelb-Rot und Nicolas Jackson, der nach einer Grätsche gegen Terrier bereits in der 42. Minute flog. Drei Stammspieler weg – und das, obwohl Atalanta in drei Tagen im Champions-League-Achtelfinale wartet. Das 6:1 im Hinspiel beruhigt, doch die Stimmung ist auf Tiefststand.

Max Eberl fasst zusammen: „Wir haben das Gefühl, dass 50:50-Situationen seit Wochen gegen uns laufen.“ Die Statistik bestätigt es: Nach 25 Spielen nur 52 Zähler – so schwach startete kein Bayern-Team seit 2011 in eine Rückrunde. Der Vorsprung auf Rang fünf schrumpft auf vier Punkte.

Die lösung? keine zeit zum jammern

Die lösung? keine zeit zum jammern

Kompany verspricht: „Wir werden nicht den Kopf hängen lassen, wir werden attackieren.“ Gegen Atalanta droht Rotation, doch die Kadersituation wird zum Puzzle. Jamal Musiala und Manuel Neuer kehren nach Muskelproblemen zurück – ein Lichtblick, der nötig ist.

Am Samstag gegen Union muss Bayern gewinnen, sonst wird die Meisterschaft zur Nebensache. Die Fans pfeifen nach Abpfiff nicht die Mannschaft, sie pfeifen die Schiedsrichter-Pleite – und wissen: So ein Tag kann eine Saison kippen. Die Bayern haben 72 Stunden, um die Wut in Energie zu verwandeln. Sonst wird aus dem Titeltraum eine Qual für die Champions-League-Plätze.