Bayern gegen real: kann die deutsche offensive das bernabéu stürmen?

Madrid bebt! Im Viertelfinale der Champions League treffen heute Abend Bayern München und Real Madrid aufeinander – ein Duell der Giganten, das Fußballfans weltweit vor die Bildschirme lockt. Doch die spanische Presse schürt bereits Zweifel an deutschen Ambitionen.

Die spanische presse schlägt alarm: ein „deutscher friedhof“ im bernabéu?

Die Sportzeitung „as“ schlägt eine provokante These vor: Das Estadio Santiago Bernabéu sei ein „deutscher Friedhof“. Eine krasse Behauptung, die den Eindruck erweckt, als ob für Bundesliga-Klubs hier keine Chance bestehe. Doch die Statistik untermauert diese Behauptung zumindest teilweise. Real Madrid präsentiert eine beeindruckende Bilanz gegen deutsche Teams im eigenen Stadion – lediglich eine Niederlage in den letzten 21 Begegnungen. Schalke 04 gelang 2014/2015 im Achtelfinal-Rückspiel ein überraschendes 4:3, aber ansonsten blieben die „Königlichen“ unbesiegt.

Besonders für die Bayern ist Real seit Jahren ein Albtraum. Die Erinnerungen an vergangene Klopserspiele sind noch frisch – und schmerzen. Die letzten vier Duelle endeten für die Münchner in einer Niederlage: 2013/14 im Halbfinale, 2016/17 und 2017/18 sowie 2023/24 erneut im Halbfinale. Das jüngste Aus war besonders bitter, als Joker Joselu die Partie für Real drehte und den Weg ins Finale ebnete, wo man dann auch gegen Dortmund siegreich war.

Ein historisches kapitel: die letzte bayern-hoffnung liegt über 13 jahre zurück

Ein historisches kapitel: die letzte bayern-hoffnung liegt über 13 jahre zurück

Die letzte erfolgreiche Begegnung der Bayern gegen Real in einem K.O.-Spiel datiert aus der Saison 2011/12. Unter Jupp Heynckes setzten sich die Bayern im Rückspiel nach einem dramatischen Elfmeterschießen mit 4:3 durch. Arjen Robben verwandelte einen Elfmeter, Bastian Schweinsteiger den entscheidenden. Manuel Neuer parierte einen Schuss von Sergio Ramos, der seinen Versuch dagegen in den Madrider Nachthimmel schoss. Ein kuriose Anekdote am Rande: Bayerns aktueller Jugendspieler Lennart Karl war damals gerade vier Jahre alt. Auf dem Platz stand noch Álvaro Arbeloa, Reals heutiger Trainer, als Rechtsverteidiger.

Doch trotz der deutlichen Überlegenheit Reals in der Vergangenheit und der provokanten Schlagzeilen aus Spanien gibt es auch Respekt. „Marca“ lobt die Bayern-Offensive als eine „tödliche Maschine“. Ob diese Maschinerie heute Abend im Bernabéu ihre Zähne zeigen kann, wird sich zeigen.

Die Uhr tickt, der Rasen ist bereit – die Fußballwelt hält den Atem an.