Bayern: eberl-freund-debatte vom tisch – kompany-team auf titelkurs?
München – Gerüchte über Spannungen im Führungszirkel des FC Bayern München kursierten in den letzten Tagen heiß. Doch Sportdirektor Christoph Freund hat diese Spekulationen nun deutlich zurückgewiesen. In einer Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Duell gegen den VfB Stuttgart betonte er, dass die Zusammenarbeit mit Sportvorstand Max Eberl „sehr, sehr gut“ funktioniere.
Die schlagzeilen und die realität
Der „kicker“ hatte kürzlich über wachsende Differenzen zwischen den beiden Verantwortlichen berichtet und sogar in Frage gestellt, ob die Zusammenarbeit mittel- bis langfristig Bestand haben würde. Diese Darstellung wies Freund entschieden zurück. Vielmehr, so betonte er, sehe man aktuell das Ergebnis harter Arbeit, für die das gesamte Team verantwortlich sei.
Ein Detail, das bisher kaum Beachtung fand: Während Eberl angeblich eine gute Beziehung zu Scoutingleiter Nils Schmadtke pflegt und Freund eine enge Bindung zu Campus-Chef Jochen Sauer genießt, wurde die Zusammenarbeit zwischen Eberl und Freund von manchen Medien als „Zwangsehe“ bezeichnet. Freund konterte: „Am Ende des Tages sieht man gerade das Ergebnis, für das wir alle da sind, im Sinne des FC Bayern München die bestmögliche Arbeit zu verrichten – und das als Team.“
Die Atmosphäre im Verein sei „richtig gut“, so Freund weiter. „Es macht Spaß und es ist wichtig, wie es intern funktioniert – und das tut es momentan sehr, sehr gut.“ Die Spieler scheinen diese positive Stimmung ebenfalls zu spüren, was sich in der aktuellen Form spiegelt.

Drei titel im visier – kompany unter druck?
Der FC Bayern München hat weiterhin die Chance, drei Titel zu erringen: den DFB-Pokal, die ChampionsLeague und die Meisterschaft – wobei die Meisterschaft bereits so gut wie sicher ist. Das kommende Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen am Mittwoch wird ein entscheidender Test. Gelingt es Kompanys Team, sich gegen das starke Werkself-Team durchzusetzen, wächst der Druck, auch in der Champions League gegen Paris Saint-Germain erfolgreich zu sein. Die Hin- und Rückspiele gegen die Franzosen am 28. April und 6. Mai werden zeigen, ob die Bayern tatsächlich zu alter Stärke zurückgefunden haben.
Die Verpflichtung von Freund und die Neubesetzung des Trainerpostens durch Kompany waren mit großen Erwartungen verbunden. Nun scheint sich die Strategie auszuzahlen – zumindest vorerst. Ob diese Harmonie und Leistungsstärke von Dauer sein werden, muss die Zukunft zeigen.
Die Fans können vorerst jedoch optimistisch in die kommenden Spiele blicken. Die Zahlen sprechen für sich: 18 Punkte Vorsprung in der Bundesliga und der Traum von einem weiteren Champions-League-Titel ist noch lebendig.
