Baskets bonn knallen gegen bamberg – playoff-favorit würzburg lacht
Die Telekom Baskets verpatzen den Saison-Endspurt. 83:102 in Bamberg, 25 offensive Rebounds vergeben, 24 % Dreierquote – ein Lehrstück darin, wie man sich selbst aus dem Rhythmus bringt.
Finch glänzt, aber bonn schlittert
Jalen Finch trägt 23 Punkte, zieht die Defense auf, doch seine Mitspieler liegen in der Breite auf dem Zahnfleisch. Joel Aminu und Alijah Comithier liefern zwölf Zähler, mehr ist nicht drin. Bamberg dagegen verteilt: Ibi Watson und Demarcus Demonia kombinieren 33 Punkte, und wenn es brenzlig wird, schieben sie einfach das Tempo. Bonn antwortet mit schlechten Rotationen und kassiert nach dem Seitenwechsel 33 Gegenpunkte im letzten Viertel. Die 15-Punkte-Differenz am Ende täuscht – das Spiel war lange offen, aber die Baskets haben es sich selbst zugemauert.

Statistik lügt nicht: 37 % aus dem feld
Die Zahlen sind gnadenlos. Bonn holt 25 zweite Chancen, verwandelt sie aber in magere 18 Punkte. Von jenseits der Linie fliegt fast jeder dritte Versuch daneben, Bamberg schlägt mit 48 % Feldwurfquote zu. Trainer Emir Mutapcic stemmt die Hand gegen die Stirn: „Wenn du 25 Offensiv-Rebounds holst, musst du auch mal 30 Punkte draus machen, sonst nützt dir das nix.“ Seine Stimme zittert nicht, aber die Klarheit schmerzt.

Würzburg wartet, heimrecht reicht nicht
Am Samstag geht’s los, Hauptrundenplatz vier bedeutet Heimrecht gegen die schnellen Würzburg Baskets. Die Bilanz steht 1:1, doch die Franken gewannen zuletzt fünf von sechs Spielen, während Bonn seit drei Wochen nur noch Stockfeuer produziert. Wenn die Dreier nicht fallen und die Defense beim Pick-and-Roll einschläft, wird die Serie schneller vorbei sein als ein 24-Sekunden-Violation-Pfiff.
Die Arena wird voll sein, die Fans werden singen. Aber selbst das lauteste „Bonn, allez!“ nützt nichts, wenn der Ball nicht durch den Ring fällt. Die Playoffs starten – und die Baskets müssen sich entscheiden: entweder jetzt die Scharte auswetzen oder früh in den Urlaub fahren. Die Uhr tickt.
