Barcelona und atlético: copa-finale – kann atlético geschichte schreiben?

Gran Canaria bebt! Am Samstagabend treffen Barcelona und Atlético Madrid im Finale um die Copa de la Reina aufeinander – eine Wiederholung des letztjährigen Endspiels, das die Blaugrana knapp für sich entscheiden konnten. Doch dieses Mal könnte alles anders sein.

Historische dominanz der katalanen – kann atlético den trend brechen?

Historische dominanz der katalanen – kann atlético den trend brechen?

Die Bilanz zwischen den beiden Teams liest sich wie ein Lehrbuchbeispiel für die Überlegenheit Barcelonas: 32 Siege, 10 Unentschieden und nur neun Niederlagen in 51 Duellen sprechen eine deutliche Sprache. Besonders bitter für Atlético ist die Tatsache, dass Barcelona vier der fünf bisherigen Finalspiele für sich entscheiden konnte. Die letzten neun Aufeinandertreffen gingen zudem alle mit einem klaren Sieg für die Katalanen und ohne Gegentor aus. Pere Romeu, Trainer von Barcelona, zeigt dennoch Respekt: “Wir haben enormes Ansehen vor Atlético, ihrem Spiel und ihren Spielerinnen. Sie sind aggressiv ohne Ball und blitzschnell im Angriff.”

Die Personalsituation bei Barcelona ist angespannt. Laia Aleixandri und Caroline Graham fallen verletzungsbedingt aus. “Dieses Team zeichnet sich durch Demut und Ehrgeiz aus, und deshalb konzentrieren wir uns voll und ganz auf dieses Finale”, so Romeu weiter. Ein Blick nach Oslo, wo die Champions League ansteht, ist verboten. Die Konzentration liegt ausschließlich auf dem Pokal.

Doch Atlético Madrid ist nicht ohne Chance. Nach einer durchwachsenen Saison, die trotz der jüngsten acht Siege in neun Spielen nicht für die europäischen Ränge reichten, könnte der Gewinn der Copa de la Reina die Rettung bedeuten. José Herrera, der Trainer der Rojiblancos, gibt sich kämpferisch: “Wir werden versuchen, ein gutes Spiel abzuliefern und zu gewinnen, dafür sind wir gekommen.” Taktische Perfektion und die Konzentration auf das Wesentliche sind dabei entscheidend, so Herrera. “Wir müssen uns vom Lärm isolieren und uns auf den Fußball konzentrieren.”

Die Copa de la Reina ist untrennbar mit Namen wie Marta Torrejón verbunden, der Spielerin mit den meisten Einsätzen (67) und Titeln (12) in der Geschichte des Wettbewerbs. Auf der anderen Seite steht Alexia Putellas, die zweitbeste Torschützin des Turniers (26 Treffer) und eine Schlüsselfigur für Barcelona. Mit Ewa Pajor teilt sie derzeit den ersten Platz der Torschützinnen dieser Saison mit jeweils drei Toren, während Alba María Navarro vom Guiniguada Apolinario mit fünf Toren die Torjägerliste anführt.

Die Ausgangslage ist klar: Barcelona geht als Favorit ins Rennen, doch Atlético Madrid hat alles zu verlieren und wird mit aller Macht kämpfen, um die historische Dominanz der Katalanen zu brechen. Die Spannung ist kaum zu überbieten – ein Finale, das Fußballfans in ganz Spanien vor die Bildschirme locken wird.