Barça zögert: 30 millionen für rashford – oder doch ein neuer flügelstürmer?
30 Millionen Euro für einen Joker? Im Camp Nou schwirrt diese Frage seit Tagen wie ein Bumerang durch die Gänge. Marcus Rashford hat gegen Getafe getroffen, jubelte, klatschte – und weiß, dass sein Tor nur die halbe Wahrheit ist. Die vollständige lautet: Hansi Flick und Sportchef Deco müssen bis Mitte Juni entscheiden, ob sie die Kaufoption ziehen oder auf dem Markt nach einem günstigeren Linksaußen suchen.
Die rechnung, die niemand offen aussprechen will
Rashford liefert, das steht fest. Drei Tore in den letzten sechs Partien, dazu ein Laufduellstatistik, die sich sehen lässt. Doch der Engländer bleibt in Flicks 4-2-3-1 hinter Raphinha die zweite Wahl. 30 Millionen Ablöse plus eine Gehaltsspanne, die sich laut internen Unterlagen auf rund 12 Millionen Euro brutto pro Saison beliefert, belastet das ohnehin angespannte Fair-Play-Konto des Klubs massiv. „Wir zahlen Champions-League-Preise für einen Super-Sub“, murmelte ein Vorstandsmitglied nach dem Getafe-Spiel.
United signalisierte bereits, man werde die Option nicht runterhandeln. Rashford selbst signalisierte, er sei bereit, sein Salär zu stutzen. Aber selbst die reduzierte Variante kostet ihn gegenüber seinen Manchester-Zeiten harte sechsstellige Beträge pro Jahr. Der Spieler schluckt – und schießt weiter.

Flicks machtwort steht noch aus
Hansi Flick wird diese Woche mit Deco zusammensitzen. Der Trainer weiß, dass er mit Rashford einen Turbo auf der Bank hätte, der in englischen Wochen goldwert sein kann. Er weiß aber auch, dass dieselben 30 Millionen plus Gehalt einen jungen Top-Talent wie Estêvão aus Palmeiras locker finanzieren würden. Die brasilianische Zeitung „Globo Esporte“ berichtet, dass Deco parallel bereits Kontakt zu Palmeiras aufgenommen hat. Parallelstrategie nennt man das im Klubjargon.
Rashford selbst spürt den Countdown. Fünf Partien sind es noch, dann endet die Leihperiode. „Ich will hierbleiben, das habe ich meiner Familie gesagt“, erklärte er nach dem Spiel beim spanischen Radiosender „COPE“. Die Zahlen sprechen für ihn: 0,62 Tore pro 90 Minuten seit Februar, nur Raphinha liegt bei 0,71. Die Wahrheit: Als reine Statistik sieht das gut aus. Als Wirtschaftsplan sieht das nach einem Luxus aus, den sich der Barça gerade nicht leisten will – aber vielleicht doch muss, wenn kein anderer Linksaußen springt.
Die Entscheidung fällt zwischen dem 25. Mai und dem 10. Juni. Bis dahin muss Rashford weitertreffen – oder Deco muss einen neuen Namen präsentieren, der billiger ist und denselben Output liefert. Am Ende steht eine simple Gleichung: 30 Millionen Euro für einen Joker, der drei Tore in sechs Spielen schießt – oder ein Risiko, das den Klub noch teurer kommen könnte, falls Raphinha im Herbst ausfällt. Die Uhr tickt. Rashford läuft.
