Barça zittert vor dem efes-doppelschlag: pascual braucht sieg, sonst wird es eng

Der FC Barcelona schlittert in der EuroLeague auf Messers Schneide. Nach dem Clásico-Patzer gegen Real Madrid (78:82) droht dem Klub von Trainer Xavi Pascual am Dienstag (20.30 Uhr, Palau Blaugrana) gegen Anadolu Efes der nächste K.o.-Schlag. Bei zwei Niederlagen in Serie würde der Traum vom Play-in-Endspiel fast zur Illusion.

Pascual nimmt den schmerz mit in die kabine

Die 78:82-Niederlage am Sonntag schmerzt doppelt: Erst verpassten die Katalanen vor eigenem Publikum die Prestige-Sieg gegen den Erzrivalen, dann rutschten sie auf Platz zehn ab – nur ein Sieg vor dem ersten Nicht-Play-in-Rang. „Wir haben Phasen gut gespielt, aber am Ende die Rebounds verschenkt“, sagte Pascual. Sein Blick gilt sofort dem Efes-Spiel: „Jetzt zählt nur noch ein Sieg, sonst wird es sehr, sehr schwierig.“

Die Zahme Phase dauert seit Wochen. Nach dem 18:14-Start unter Pascual folgten sechs Niederlagen in den letzten zehn Partien. Die Defensive kassiert 82 Punkte pro Spiel – zu viel für einen Titelanwärter. Dennoch: Der 97:92-Sieg in Valencia am Freitag zeigte, dass der Kader noch Feuer hat. Nicolás Laprovittola traf fünf Dreier, Jan Veselý dominierte die Zone. „Wir haben gezeigt, dass wir auswärts gewinnen können“, sagte der Tscheche. „Jetzt müssen wir das zu Hause bestätigen.“

Efes kehrt langsam zurück, aber larkin fehlt weiter

Efes kehrt langsam zurück, aber larkin fehlt weiter

Anadolu Efes steht vor dem Endspurt ohne große Ziele. Mit 11:21-Siegen ist der türkische Klub Tabellen-Vorletzter, der Play-in-Riegel ist rechnerisch geplatzt. Doch Pablo Laso, ehemals Real-Madrid-Boss, hat seine Verletztenliste reduziert: Vincent Poirier kehrte am Wochenende zurück, Rodrigue Beaubois trainiert wieder – Einsatz offen. Dafür fehlt Top-Scorer Shane Larkin mindestens bis April, Center Georgios Papagiannis fällt mit Kreuzbandriss komplett aus.

Das Hinspiel in Istanbul endete mit 74:73 für Efes. Veselý foultte Théo Maledon in letzter Sekunde, der Franzose verwandelte beide Freiwürfe. Genau diese Kleinigkeiten will Pascual eliminieren. „Wir haben 21 Ballverluste produziert, das ist zu viel gegen ein Team mit Lasos System“, sagte er. „Wenn wir unter zehn Turnovern bleiben, gewinnen wir.“

Barça brauht den Sieg, um den Anschluss an Platz acht zu wahren. Ein Verlust würde die Lücke auf fünf Siege vergrößern – bei nur fünf Spielen bis zum Saisonende. Die Rechnung ist simpel: Sieg oder Saisonende. Der Palau wird ausverkauft sein, 7.500 Fans wollen den Befreiungsschlag sehen. Für Pascual ist es die erste echte Prüfung seit seiner Rückkehr. Besteht er sie nicht, droht der frühe Sommer – und das wäre für den Traditionsklub ein kleines Desaster.