Bam explodiert für 83 punkte, wemby lässt boston verzweifeln – die nba dreht durch
Ein einziger Abend, zwei historische Monsterleistungen. Bam Adebayo schreibt gegen Washington 83 Punkte in die Tabelle – die zweithöchste Marke seit Wilt Chamberlain. Kaum 1 000 Kilometer weiter jagt Victor Wembanyama die Celtics mit 39 Punkten und acht Dreiern in die Verzweiflung, Jaylen Brown fliegt vor Wut vom Feld.
Die Uhr in der Miami-Delta-Arena zeigt 00.41 Uhr, als Adebayo seinen 25. Treffer aus dem Spiel heraustippt. 83 Punkte. Kein Schreibfehler. Die Heat-Fans schütteln die Köpfe, selten hat ein Center so unbarmherzig gewirkt. Dabei hatte der Franzose aus San Antonio schon für den ersten Paukenschlag gesorgt.
Boston verspielt brown und die nerven
Die Celtics lagen beim Stand von 29:31, als Wembanyama Brown in der Post-Defense isoliert. Kein Pfiff. Brown poltert los, zweites Technisches – raus. «Wir spielen 5-on-5, nicht 5-on-Schrödinger», brüllt er den Offiziellen hinterher. Ohne ihren Top-Scorer verlieren die Gäste 116:125, die Serie der Spurs wächst auf 16 Siege in 17 Spielen.
Die Celtics-Front office reagiert postwendend: «Wir prüfen Einspruch gegen die Technischen, das Tempo war absurd», sagt GM Brad Stevens. Die Liga wird das Spiel am Dienstag neu bewerten, eine Strafe für Brown aber gilt als wahrscheinlich.
Doncic liefert die triple-double-show ab
Im Staples Center geht es kaum ruhiger zu. Luka Doncic zerlegt Minnesota mit 32 Punkten, 14 Assists und 12 Rebounds – sein 72. Triple-Double, nur Oscar Robertson liegt vor ihm. Die Lakers gewinnen 120:106 und festigen Platz drei im Westen. «Wir haben gelernt, dass Luka mit dem Ball schläft und mit dem Ball frühstückt», sagt Coach JJ Redick. Die Timberwolves rutschen auf 38-38 ab, Playoff-Angst inklusive.
Chicago dreht die nächste Filmszene. Rookie Matas Buzelis trifft 41 Punkte, darunter den Ice-Cold-Dreier bei 127:124 in der zweiten Overtime gegen Golden State. Die Warriors verpassen damit die Chance, an Platz acht vorbeizuziehen. «Ich wusste, dass der Ball reingeht, sobald er meine Hand verließ», sagt der 19-Jährige – und meint es ernst.
Die Nacht gehörte den Jungen und den Freaks. Adebayo und Wembanyama schreiben Geschichte, Doncic und Buzelis besiegeln die Zukunft. Die NBA schläft nie – und ihre Statistiker auch nicht.
