Italia schlägt die usa im wbc: ein 8:6, das baseball-weltgeschichte schreibt
Ein Espresso für jeden Homer, zwei Küsse auf die Wangen – und plötzlich steht Houston still. Italien, die quirlige Truppe von Italienern dritter Generation, hat das unmögliche 8:6 gegen die USA perfekt gemacht und den Daikin Stadium in eine Bibliothek verwandelt. Aaron Judge, 360-Millionen-Dollar-Mann der Yankees, schwang sich ins Nichts, Greg Weisserts letzter Strike brannte sich ins Gedächtnis der 41 123 Zuschauer. Fertig war die größte Sensation des World Baseball Classic 2026.
Die anfangsphase: lorenzen kühlt die superstars ein
Michael Lorenzen, Start-Pitcher mit Kalabreser Großvater, brauchte nur 65 Würfe, um die US-Bats lahmzulegen. Judge bekam einen Walk, blieb aber auf Base stehen – ein kleiner Seelenstreich, der den Favoriten die Luft nahm. Im zweiten Inning jagte Catcher Kyle Teel den ersten Homer über das Left-Field-Fence, Jac Caglianone und Sam Antonacci folgten mit Back-to-Back-Treffern. 3:0 – und noch war kein Espresso kalt.
Dann der fünfte Inning: zwei US-Fehler, ein verunglücktes Double-Play und drei weitere Runs. 8:0 – die Cowboys lagen am Boden, Manager Mark DeRosa riss sich die Haare. Die italienische Bank jubelte, während Vinnie Pasquantino drei neue Tassen aus der mitgereisten Gaggia schüttete. Kaffee und Küsse, Ritual und Psychospiel zugleich.

Der kippmoment: goldschmidt und harper wachen auf
Joe LaSorsa warf zwei Strikeouts, sah dann aber Paul Goldschmidt und Pete Crow-Armstrong die Bälle ins Outfield schleudern. 8:4 – das Stadion erwachte. Bryce Harper, bis dahin auf der Bank verbannt, kam als Pinch-Hitter und scheiterte an einem Flugball von Dante Nori. Die Italiener zitterten, aber das Spiel war noch nicht gestohlen.
Im neunten Inning machte Crow-Armstrong sein zweites Homer, Ron Marinaccio musste wegen eines Wild Pitches raus. Greg Weissert stand am Berg, zwei Outs fehlten, und auf dem Plate: Aaron Judge. Zwei Strikes, zwei Bälle, dann ein Swinger ins Leere. Strikeout. Houston schwieg, die italische Bank explodierte, der Cervelli-Clan schrieb sich in die Baseball-Annalen ein.
Die Zahlen: Italien steht nun mit 2:0-Siegen an der Spitze der Gruppe C, die USA müssen bangen, ob sie überhaupt die K.o.-Runde erreichen. Für die Squadra Azzurra geht es am Freitag gegen Venezuela – mit frischem Koffein und dem Selbstbewusstsein von Houston im Gepäck. Wer jetzt noch sagt, Baseball sei langweilig, war einfach nicht im Daikin Stadium.
