Aue im freien fall: dabrowski schießt spieler zu!

Erzgebirge Aue steckt tiefer im Schlamassel als je zuvor. Nach der erneuten Niederlage gegen Hoffenheim II, die mit 3:5 deutlich zu hoch ausging, schiebt Trainer Christoph Dabrowski die Schuld auf seine Spieler und wirft ihnen eine erschreckende Resignation vor. Die „Veilchen“ sind nun seit sieben Spielen sieglos und stehen kurz vor dem Abstieg in die Regionalliga.

„Das ist drittligafußball ad absurdum geführt“

Dabrowskis Worte nach dem Spiel waren scharf. „Der ganze Tag lief maximal beschissen für uns“, gab der Coach unmissverständlich zu Protokoll. Die Defensive wirkte wie ein Sieb, die Fehler im Aufbauspiel waren gravierend. Ein Platzverweis für Jamilu Collins in der 18. Minute machte die Situation nur noch schlimmer. „Nach 15 Minuten lagen wir schon mit 0:3 zurück – das hat mit Drittligafußball nichts zu tun!“, wetterte Dabrowski. Es ist ein Bild der Verzweiflung, welches sich in Aue abzeichnet.

Eric Majetschak, seit 2019 ein Aue-Urgestein, versuchte, die Situation herunterzuspielen, erkannte aber auch die Tiefe der Krise an. „Ich brauche nicht jede Woche Durchhalteparolen bieten“, so der Routinier. Die resignierte Haltung im Team ist offensichtlich. Die Fans sind enttäuscht, die Spieler frustriert, und der Trainer steht wie ein „begossener Pudel“ da, ohne Ausweg zu sehen.

Pokal als letzte hoffnung?

Pokal als letzte hoffnung?

Ob Dabrowski nach dieser Leistung noch das Vertrauen des Vereins genießt, ist fraglich. Die Verpflichtung des Coaches hat sich bisher nicht ausgezahlt. Majetschak sieht dennoch einen Hoffnungsschimmer: „Wir müssen die Haltung bewahren und uns auf den Sachsenpokal konzentrieren, den wir unbedingt gewinnen wollen.“ Doch die Aufgabe, das Ruder herumzureißen, wird immer schwieriger. Die Frage, wie es weitergeht, bleibt offen.

Die Zahlen lügen nicht: Aue hat in dieser Saison bereits mehr Gegentore kassiert als in jeder der vorherigen drei Spielzeiten. Ein erschreckender Wert, der die Notwendigkeit eines radikalen Umbruchs verdeutlicht.