Atubolu-poker: freiburgs torwart-pleite droht!

Noah Atubolu, einst das Freiburger Torwart-Juwel, befindet sich im freien Fall. Der Wechsel in die Premier League, das internationale Rampenlicht – all das scheint in weiter Ferne. Stattdessen droht eine unschöne Zittersaison für den 24-Jährigen und eine unangenehme Situation für den Sport-Club Freiburg.

Verlorenes finale, verlorene perspektiven

Verlorenes finale, verlorene perspektiven

Nur wenige Wochen vor dem Bundesliga-Start sieht die Lage für Atubolu düster aus. Nach dem enttäuschenden Europa-League-Finale gegen Aston Villa (0:3), in dem Freiburg die Chance auf einen historischen Titel verlor, wurde ihm intern deutlich gemacht, dass er in Zukunft keine zentrale Rolle mehr spielen wird. Die Konsequenz: Freiburg hat bereits einen Nachfolger präsentiert – Mio Backhaus vom Werder Bremen. Und das, obwohl Atubolu noch bis 2027 an den Verein gebunden ist.

Der Kontrakt ist zur Last geworden. Atubolus offene Kommunikation über seine Karrierepläne und die Absage einer vorzeitigen Vertragsverlängerung haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Vereinsinterne Quellen sprechen von einer gewissen Respektlosigkeit gegenüber dem Verein, insbesondere angesichts seiner Herkunft aus den eigenen Reihen und der Chance, sich in seiner ersten Bundesliga-Saison trotz anfänglicher Fehler zu entwickeln.

Ein Wechsel zu Newcastle schien kurzzeitig realistisch, doch dieses Gerücht hat sich zerschlagen. Aktuell gibt es kein konkretes Interesse von dort – oder von anderen Top-Klubs der Premier League. Liverpool, Chelsea und Aston Villa beobachten zwar den Markt, zählen Atubolu aber nicht zu ihren Prioritäten. Das ist ein herber Schlag für den ambitionierten Torwart.

Freiburg befindet sich finanziell in einer komfortablen Lage. Der Verein verfügt über ein Eigenkapital von 163,7 Millionen Euro und kann sich problemlos neue Torwarte leisten. Der finanzielle Aspekt ist also kein Hindernis, sondern vielmehr eine Folge der ambitionierten Vereinsphilosophie, immer weiter nach vorne zu schauen.

Die Qualifikation für die Conference League in der Saison 2026/27 erschwert Atubolus Situation zusätzlich. Um langfristig mit Jonas Urbig um die Position des deutschen Nummer eins zu konkurrieren, benötigt er regelmäßige Einsätze auf höchstem internationalem Niveau – etwas, das Freiburg ihm derzeit nicht bieten kann. Der Druck steigt, eine Lösung zu finden, bevor die neue Saison beginnt.

Atubolus Entscheidung, öffentlich über seine Karrierewünsche zu sprechen und nicht um eine Vertragsverlängerung zu ringen, war ein strategischer Fehler. Freiburg hat reagiert, und Atubolu muss nun die Konsequenzen tragen. Die Zukunft des jungen Torwarts ist ungewiss.

Eine Anfrage von Sport BILD ließ Atubolu unbeantwortet.