Leverkusen sucht neuen trainer: ex-real-star als überraschende option?
Bayer Leverkusen steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung: Wer beerbt Kasper Hjulmand auf dem Trainerbank? Die Suche nach einem Nachfolger, der den Verein zurück in die Rolle des Bayern-Herausforderers führen soll, gestaltet sich schwieriger als erwartet. Zahlreiche Anwärter, darunter Iraola, Glasner, Michel und Luis, scheiterten bereits an unterschiedlichen Hürden.

Ein königlicher winkte ab: arbeloa entscheidet sich gegen leverkusen
Die überraschendste Wendung in der Trainersuche des Werkself-Clubs: Álvaro Arbeloa, der nach der Entlassung von Xabi Alonso im Januar die Verantwortung bei Real Madrid übernahm und die Mannschaft am Saisonende auf Platz zwei führte, lehnte ein Angebot aus Leverkusen ab. Der ehemalige spanische Nationalspieler, der nach 20 Jahren im Umfeld der Königlichen einen neuen sportlichen Herausforderung sucht, entschied sich gegen den Sprung an die Elbestadt. Ein Engagement bei einem anderen spanischen Verein gilt für ihn als wahrscheinlicher.
Die Verantwortlichen von Bayer Leverkusen, Sportchef Simon Rolfes und Geschäftsführer Fernando Carro, hatten die Trainersuche zur Chefsache erklärt und die Bewerbung des Spaniers direkt in die Klub-Spitze eingebracht – eine Strategie, die an den erfolgreichen Ansatz im Fall von Xabi Alonso erinnert. Doch die Erkenntnisse aus dem intensiven Scouting, das Arbeloa bereits während seiner Tätigkeit als Jugendtrainer bei Real Madrid, insbesondere bei der U19 (2022 bis 2025), erbrachte, führten zu der Entscheidung, dass der Ex-Verteidiger noch nicht den nötigen Reifegrad für die anspruchsvolle Aufgabe in Leverkusen besitzt.
Es ist ein klares Signal: Ein Trainer, dem Real Madrid seine Superstars um Kylian Mbappé anvertraute, muss in Leverkusen überragende Qualitäten vorweisen können. Die Konkurrenz ist groß, die Erwartungen hoch. Bayer Leverkusen wird sich also weiterhin auf die Suche nach einem Coach konzentrieren müssen, der das Potenzial hat, die Werkself wieder in die Erfolgsspur zu führen und den Kampf mit den Bayern aufnehmen.
Die Verpflichtung von José Mourinho, der bereits 63 Jahre alt ist, als Trainer für Real Madrid, könnte der Beginn einer neuen Ära im spanischen Fußball markieren. Die Frage, ob Leverkusen in der Lage sein wird, einen Trainer von solch hohem Kaliber zu begeistern, bleibt vorerst offen.
