Attaoui holt wm-bronze – und will viel mehr
Mohamed Attaoui hat bei der Hallen-WM in Torun Bronze über 800 Meter gewonnen – mit 1:44,66 Minuten, der zweitbesten Hallenzeit seines Lebens. Spaniens vierte Medaille dieses Turniers. Und trotzdem stand er in der Mixed Zone mit einem Gesicht, das alles andere als Zufriedenheit ausstrahlte. Das sagt eigentlich alles über diesen Athleten.

Ein rennen, das ihm fast gestohlen wurde
Gold ging an den 17-jährigen Amerikaner Cooper Lutkenhaus – frech, jung, 1:44,24. Silber an den Belgier Eliott Crestan (1:44,38), der damit seine fünfte große Hallentrophäe seiner Karriere einsammelte. Attaoui lag nach der ersten Runde noch auf dem letzten Platz. Kein Panik-Signal für ihn – das ist sein Stil, sein Markenzeichen. Beim Glockenläuten hatte er sich bereits auf Rang vier vorgearbeitet.
Dann kam die entscheidende Kurve. Der Australier Peter Bol lief zwischen Bahn zwei und drei, blockierte den Weg nach innen und erzwang einen abrupten Stopp. Kostbare Hundertstel. Vielleicht auch ein bisschen Kraft, die ihm danach in der Zielgeraden fehlte, um Lutkenhaus und Crestan noch zu fangen.
Attaouis Worte danach ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: „Bol ist ein verdammter Drecksspieler. Ich hab ihn noch nicht gesehen, aber ich habe ihm ein paar Dinge zu sagen. So ein Einbremsen bei diesem Tempo ruiniert dir die Runde komplett.
