Atleticó: simeone schwitzt nach bitterer niederlage
Die Enttäuschung ist greifbar: Atlético Madrid verlor sein Spiel und die Hoffnung auf den Champions-League-Triumph schrumpft. Trainer Diego Simeone stand nach dem Schlusspfiff vor den Medien und versuchte, die Fassung zu bewahren – doch die Schmerzgrenze war spürbar.
Die reflexion nach 90 minuten kampf
Simeone begann seine Ausführungen mit Anerkennung für den Gegner. „Wir müssen dem Gegner gratulieren“, erklärte er sichtlich angegriffen. „Wir haben gut auf den ersten Treffer reagiert, aber dann ist unser Rhythmus nachgelassen. Die Pause gab uns die Möglichkeit, umzuschalten und das Spiel zu kontrollieren, das wir spielen wollten. Es gab Chancen durch Johnny oder Baena, aber leider war es nicht unser Tag.“ Die verlorene Chance im Elfmeterschießen, verpasste Möglichkeiten durch Julián und Musso, all das trug zur Belastung bei.
Er betonte die Anstrengung seiner Mannschaft: „Wir haben einen riesigen Kampfgeist gezeigt, aber das Spiel wurde in der regulären Spielzeit entschieden – hätten Johnny oder Baena getroffen, wäre es anders ausgegangen. Aber wie wir immer sagen: Der Gegner war entschlossener.“ Die Kritik an der Leistung in der Verlängerung ließ er sich nicht anmerken. „Die Frage basiert auf der Anstrengung gegen Barcelona, aber in der Verlängerung waren wir gut, mit Ausnahme der ersten 20 Minuten. Das Team hat alles gegeben.“
Die Fans wollen Siege, keine Phrasen, so Simeone, und lehnte es ab, tröstende Worte anzubieten. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Fakten. „Es gibt wenig zu sagen, außer den Spielern nahe zu sein. Sie haben sich mächtig angestrengt.“
Ein Mangel an Frische wurde ihm angelastet, woraufhin er entgegnete: „Ich beziehe das auf den schlechten Start ins Spiel, aber ab der 15. Minute hatten wir mehr Druck und Intensität. Danach sind wir wieder in alte Muster zurückgefallen und haben Duelle verloren. In der zweiten Hälfte sahen wir eine Verbesserung.“
Die Frage nach dem bevorstehenden Spiel gegen Arsenal ließ Simeone die Augen verdunkeln. „Ich denke nicht an Arsenal. Der Schmerz über diese Niederlage ist zu groß. Wir mussten gewinnen, aber es hat nicht sollen sein. Wie wir gespielt haben, gibt mir jedoch Vertrauen.“
Der Wechsel von Lookman zu Sorloth wurde ebenfalls angesprochen. Simeone erklärte: „Ich wollte mehr Körperkraft im Angriff und dachte, dass Sorloth diese bringen könnte, während Julián das tun konnte, was Lookman konnte. Und wir haben viele Spieler zur Verfügung, daher habe ich diesen Wechsel für richtig gehalten.“

Die bittere erkenntnis
Die Niederlage wirft einen langen Schatten auf Atlético Madrid. Simeones Worte lassen erahnen, dass die Selbstreflexion in den kommenden Tagen intensiv sein wird. Die Frage ist, ob die Mannschaft aus dieser Enttäuschung gestärkt hervorgehen kann.
