Atlético madrid: sieg in osasuna – doch die verletzungssorgen wachsen!

Ein müder, aber willensstarker Atlético Madrid hat sich in Pamplona gegen Osasuna mit 1:0 durchgesetzt. Nach der blamablen Niederlage gegen Celta Vigo im eigenen Stadion schien die Stimmung am Tiefpunkt, doch die Rojiblancos präsentierten sich vorübergehend widerstandsfähig und sicherten sich drei wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation.

Lookmans elfmeter – eine antwort auf zweifel

Das Spiel war geprägt von vergebenen Chancen und Fehlern auf beiden Seiten. Besonders auffällig war das Verhalten von Budimir, der als einer der besten Stürmer der Liga eigentlich für mehr Gefahr sorgen sollte, jedoch mehrfach kläglich scheiterte. Ein gravierender Fehler von Koke führte zu einer Riesenchance für Osasuna, die jedoch vereitelt werden konnte. Doch dann kam der Moment, in dem Ademola Lookman seine Kritiker zum Schweigen brachte – mit einem souveränen Elfmeter, der Gasperini, seinem ehemaligen Trainer bei Atalanta, sicherlich ein Grinsen entlockt hätte. Der Italiener hatte Lookman einst als den schlechtesten Elfmeter-Schützen seiner Karriere abgestempelt. Der Nigerianer bewies ihm das Gegenteil: kraftvoll, platziert, unhaltbar.

Die Innenverteidigung in der Krise: Die Freude über den Sieg wird jedoch von einer beunruhigenden Entwicklung überschattet: Die Verletzungsmisere im Team von Diego Simeone scheint kein Ende zu finden. Nach Julián, Giuliano, Cardoso, Molina und Giménez fällt nun auch noch Mendoza aus. Sechs Verletzungen innerhalb weniger Wochen – das ist eine erschreckende Bilanz für einen Verein, der in dieser Saison bereits 61 Spiele bestreiten wird. Die Belastung für die verbleibenden Spieler ist enorm, und die Frage ist, ob die medizinische Abteilung des Vereins die Ursachen für diese Häufung von Verletzungen endlich identifizieren kann. Es liegt ein Schatten über dem Verein und die Frage ist, ob die verbliebenen Spieler diese Belastung tragen können.

Almada: geisterspieler oder hoffnungsschimmer?

Almada: geisterspieler oder hoffnungsschimmer?

Ein weiterer Aspekt, der die Fans des Atléticos beschäftigt, ist die Leistung von Thiago Almada. Der argentinische Nationalspieler, der eigentlich als Hoffnungsträger gehandelt wurde, enttäuscht seit Wochen. Seine fehlende Durchschlagskraft im Angriff und seine mangelnde Defensivarbeit sind offensichtlich. Es ist fraglich, ob Scaloni, der argentinische Bundestrainer, ihm angesichts seiner Leistungen im Verein noch blind vertrauen wird. Simeone hat ihm im Abschlusspfiff der Partie gegen Osasuna eine klare Ansage gemacht und ihm signalisiert, dass seine Zeit läuft. Er muss nun liefern, und zwar sofort.

Die kommenden Spiele gegen Villarreal werden entscheidend sein. Der Kampf um die Champions-League-Qualifikation ist noch nicht entschieden, und Atlético Madrid muss alles daran setzen, den dritten Platz zu verteidigen. Die 7 Millionen Euro Unterschied zwischen Rang drei und vier in der Liga sind zwar ein willkommenes Bonbon, doch die Prestigefrage wiegt oft schwerer. Der Stolz des Vereins und die Ehre der Spieler stehen auf dem Spiel. Die Verletzungen sind ein Problem, doch es ist an der Zeit, dass die verbleibenden Spieler zeigen, was in ihnen steckt und die Saison mit einem Erfolg beenden.