Neuer-comeback? dfb diskutiert überraschend über wm-rückkehr des torhüter-idols

Berlin – Der deutsche Fußball steht Kopf: Laut Berichten des „kicker“ mehren sich die Anzeichen für ein unglaubliches Comeback von Manuel Neuer im DFB-Tor bei der WM 2026. Nach monatelangen Dementis und dem offiziellen Rücktritt des einstigen Kapitäns ist die Diskussion in den höchsten Gremien des Deutschen Fußball-Bundes erneut entflammt – und das mit überraschender Intensität.

Nagelsmanns aussagekraft: mehr als nur abfuhr?

Nagelsmanns aussagekraft: mehr als nur abfuhr?

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte stets betont, das Thema Neuer sei gegenstandslos, da dieser aus freien Stücken zurückgetreten sei. Seine Worte wirkten jedoch zunehmend wie eine diplomatische Abwehr, während hinter den Kulissen offenbar hitzige Debatten geführt wurden. Wie der „kicker“ berichtet, wird die mögliche Rückkehr des 38-Jährigen intern „weit intensiver und kontroverser diskutiert, als es der Bundestrainer nach außen hin darstellen mag“.

Auch beim FC Bayern, Neuers aktuellem Arbeitgeber, ist man sich der Lage bewusst. Die Frage, ob Neuer, der nach der Heim-EM 2024 seinen Rücktritt erklärt hatte, seine Entscheidung revidieren und doch noch einmal für die Nationalmannschaft auflaufen wird, beschäftigt die Verantwortlichen offenbar in hohem Maße. Oliver Baumann, der designierte Vertreter von Marc-André ter Stegen im Tor, hatte bereits mehrfach sein Unbehagen über die ständigen Spekulationen zum Ausdruck gebracht. „Jeder hat seinen Senf dazugegeben“, so Baumann genervt.

Die FIFA muss sich bis zum 21. Mai entscheiden: Nagelsmann muss bis zu diesem Datum eine vorläufige Liste mit mindestens fünf Torhütern beim Weltverband einreichen. Demnach sollen Neuers Name ebenso darauf stehen wie der von Baumann, Alexander Nübel, Finn Dahmen und dem jungen Jonas Urbig. Ein Blick auf das Bundesliga-Finale am Samstag, bei dem Nagelsmann Nübel live im Einsatz verfolgen wird, könnte weitere Hinweise liefern.

Das unerwartete Interesse an Neuer rührt nicht zuletzt von der Wertschätzung her, die ihm im internationalen Fußball entgegengebracht wird. Kvaratskhelia, einer der Top-Stars der WM, bezeichnete Neuer kürzlich als „die Legende“. Ob dieses Lob und die vermeintliche Notwendigkeit, einen erfahrenen Rückhalt im Tor zu haben, letztendlich zu einer Kehrtwende führen werden, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Diskussion um Manuel Neuer ist noch lange nicht abgeschlossen.

Die Causa Neuer zeigt einmal mehr, wie schnell sich im Fußball die Verhältnisse ändern können. Nach dem Rücktritt schien eine neue Ära im deutschen Tor eingeläutet, doch die Vergangenheit – in Gestalt einer absoluten Legende – scheint noch immer einen starken Einfluss zu haben. Nur die Zeit wird zeigen, ob Nagelsmann dem Druck der Öffentlichkeit und den internen Überlegungen nachgeben und Neuer doch noch eine Chance geben wird.