Giráldez: arroganz kostet girona europa-plätze!
Ein bitterer Nachgeschmack liegt in der Luft, nachdem Girona gegen ein Abstiegskandidaten die Punkte verschenkt hat. Coach Claudio Giráldez ließ wenig Zweifel daran, dass die selbstgewählte Rolle des Favoriten seinem Team massiv zu schaffen macht – und die Ambitionen auf die ChampionsLeague gefährdet.

Die demut ist verschwunden, die punkte auch
„Es ist fatal, wenn man gegen Mannschaften auf Augenhöhe denkt, man stünde über ihnen“, polterte Giráldez nach der enttäuschenden Niederlage. „Wir sind in den Momenten, in denen wir uns überlegen, wie gut wir doch sind, unfähig, das Spiel zu kontrollieren. Ein einziger Prozentpunkt Nachlassen kann solche Folgen haben.“ Der Trainer machte deutlich, dass die Mannschaft die Realität nicht akzeptiert, dass der Wettbewerb eben hart ist und jeder Gegner hungrig nach Punkten ist.
Die Erkenntnis, dass das eigene Leistungsniveau dem von Teams wie Oviedo, Alavés, Levante oder Mallorca entspricht, schien Giráldez besonders zu belasten. „Es ist bewundernswert, dass wir als Sechster die Saison beenden und immer noch selbst in der Hand haben, aber das darf uns nicht blind machen. Wir müssen uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbesinnen.“
Der Fokus muss auf Europa liegen, betonte Giráldez, der sich klar auf die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb konzentriert. „Ein zweiter Jahr in Europa ist schwer zu wiederholen. Wir müssen das Niveau von heute konstant halten, über die gesamten neunzig Minuten.“ Die Aufgabe ist klar: Die letzten Spiele müssen genutzt werden, um den sechsten Platz zu sichern und die Chance auf ein europäisches Abenteuer zu wahren.
Die Konzentration auf die Europa League-Qualifikation ist nun wichtiger als je zuvor. Das Team ist noch am Leben, wie Giráldez feststellt, und hat zwei entscheidende Spiele, um das zu sichern, was sie sich erarbeitet haben. Doch der Weg dahin führt über die Überwindung der eigenen Arroganz und die Rückkehr zur Bescheidenheit – denn nur so kann Girona seine Ziele erreichen. Die Wahrheit ist: In der Welt des Fußballs ist der Stolz der größte Feind des Erfolgs.
