Athletic bilbao: beitia übernimmt medizinische leitung – ein familienvermächtnis?
Ein Wechsel im medizinischen Bereich des Athletic Club Bilbao sorgt für Aufsehen: Gontzal Beitia wird zum neuen Spezialisten für das Profi-Team und begleitet das Team ab sofort bei Trainings und Spielen. Der erfahrene Arzt löst Josean Lekue ab, der weiterhin die medizinischen Dienste des Vereins leitet. Ein Wechsel, der nicht nur sportlich, sondern auch familiär eine besondere Bedeutung hat.
Ein rückkehrer mit beeindruckender expertise
Gontzal Beitia ist dem Verein seit über zwei Jahrzehnten verbunden. Bisher war er für die Nachwuchsteams verantwortlich, konnte aber bereits in der Vergangenheit Erfahrungen im Frauen- und Jugendbereich sammeln. Seine Qualifikationen sind beeindruckend: Beitia studierte Medizin und Chirurgie an der UPV und absolvierte anschließend das MIR in Sportmedizin an der Universität Barcelona im Centro de Alto Rendimiento de Sant Cugat. Seit 2007 ist er zudem als Universitätsprofessor für Human- und Sportphysiologie tätig. Seine Expertise wird dem Team zweifellos zugutekommen.
Die Entscheidung für Beitia fiel, wie der Verein in einer Pressemitteilung bekannt gab, durch Josean Lekue, dem Verantwortlichen für die medizinischen Dienste. Lekue scheint hier einen Mann des Vertrauens gefunden zu haben, der die Werte des Athletic Club verkörpert.

Mehr als nur ein arzt: eine familiengeschichte
Doch die Personalie Beitia hat eine weitere, bewegende Ebene. Gontzal ist der Sohn von Gonzalo Beitia, einem ehemaligen Spieler des Athletic Club (1955-60) und späteren Jugendtrainer. Der Vater genoss hohes Ansehen für seine Arbeit und wurde von zahlreichen Spielern geschätzt. Manu Sarabia, ein bekannter Name im spanischen Fußball, sagte einst über ihn: “Er ist der beste Trainer, den ich hatte, derjenige, der mir am meisten beigebracht hat und dem ich am meisten verdanke.”
Die Berufung von Gontzal Beitia ist somit mehr als nur eine strategische Entscheidung. Es ist eine Rückkehr zu den Wurzeln, eine Hommage an eine Fußballfamilie, die den Verein über Jahrzehnte geprägt hat. Die Frage, ob der Sohn des legendären Jugendtrainers die gleiche Wirkung erzielen kann, wird die kommenden Wochen und Monate zeigen.
