Aston martin mit motorschaden: frustrierende testtage in bahrain

Erneuter rückschlag für aston martin

Die Vorbereitungen auf die neue Formel-1-Saison laufen für Aston Martin alles andere als reibungslos. Nach bereits zwei Ausfällen in den vergangenen Tagen kam es am heutigen Tag erneut zu einem technischen Defekt, der die Testfahrten erheblich beeinträchtigte. Fernando Alonso, der zu Beginn noch vielversprechende Rundenzeiten zeigte, musste den AMR26 aufgrund eines Motorschadens vorzeitig in die Box zurückbeordern.

Alonsos vielversprechender start

Alonsos vielversprechender start

Der Tag begann für Alonso mit einem positiven Trend. Er verbesserte seine Rundenzeiten deutlich und verkürzte den Rückstand zur Spitze im Vergleich zur Vorwoche von 3,9 Sekunden auf 2,7 Sekunden. Dies deutete darauf hin, dass Honda, der Motorenlieferant, Fortschritte bei der Leistungsentfaltung und Drehzahl machte. Der Wagen schien zudem weniger anfällig für hohe Temperaturen zu sein, was das Testen verschiedener Einstellungen ermöglichte. Nach 28 Runden musste das Team jedoch die Panels abmontieren, während ein Honda-Ingenieur den Motorblock mit einem Boroskop untersuchte.

Schwere schäden am motor

Schwere schäden am motor

Die Diagnose war ernüchternd: Der Schaden am Motor scheint gravierend zu sein. „Es sieht nach etwas sehr Schädlichem aus“, warnte Sky Sports bereits, und diese Einschätzung bestätigte sich. Der AMR26 konnte die Vormittagssitzung nicht fortsetzen. Für den Nachmittag war das Programm auf Lance Stroll umgestellt, doch der Rückschlag verzögert die Entwicklung deutlich. Die Komplexität der modernen Formel-1-Wagen mit ihren rund 6.000 Sensoren führt dazu, dass Anomalien schnell erkannt und behoben werden müssen, was jedoch wertvolle Testzeit kostet.

Fahrgefühl und defizite des amr26

Fahrgefühl und defizite des amr26

Vor dem Ausfall hatte Alonso bereits Schwierigkeiten mit dem Fahrverhalten des AMR26. Er musste in jeder Kurve korrigierend eingreifen, ohne dabei ein komfortables Gefühl zu haben. Der Wagen weist derzeit keine dynamischen Eigenschaften oder flüssige Linienführung auf, ein Zustand, der sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verbessert hat. Aston Martin scheint noch in einer frühen Entwicklungsphase zu stecken und muss die Tests während der Rennen durchführen, um Fortschritte zu erzielen.

Sainz beobachtet albon und williams

Währenddessen verfolgte Carlos Sainz die Fortschritte seines Teamkollegen Alex Albon bei Williams. Albon fuhr eine vielversprechende Zeit und positionierte sich auf Platz vier, allerdings mit reduziertem Benzinstand, um die Leistung zu testen. Williams scheint sich in einer komplizierten Situation zu befinden, kann aber ohne größere Probleme fahren und Anpassungen vornehmen, beispielsweise neue Aufhängungskomponenten von Mercedes.

Leclerc und ferrari dominieren

Charles Leclerc im Ferrari scheint aktuell die Bestzeit zu liefern, während Mercedes ebenfalls verbessert hat. Lando Norris zeigte ebenfalls eine starke Leistung. Im Gegensatz dazu hat Red Bull, nach einem weiteren längeren Ausfall, seine anfängliche Zuversicht verloren. Es ist jedoch schwierig einzuschätzen, welche Strategien die einzelnen Teams verfolgen und wie viel sie verbergen. Max Verstappen, trotz seiner Kritik an den neuen Wagen, bleibt ein entscheidender Faktor.

Ergebnisse des vormittags (bahrain)

PositionFahrerTeamZeit
1Charles LeclercFerrari
2
3
4Alex AlbonWilliams+2.0 Sekunden

(Quelle: formula-timer.com)