Aston martin: fünf wochen später immer noch weit vom ziel entfernt

Miami – Fünf Wochen sind vergangen, seit Aston Martin mit großem Getöse in die Saison gestartet ist, und die Erwartungen an das Team sind jenseits von allem, was man sich hätte vorstellen können, geplatzt. Das Team von Pedro de la Rosa kämpft weiterhin mit Problemen, die weit über die üblichen Saison-Herausforderungen hinausgehen, und der Grand Prix von Miami, der Neustart nach den verpassten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien, brachte keine spürbare Besserung.

Die vibrationen quälen alonso und stroll

Die vibrationen quälen alonso und stroll

Fernando Alonso klagte schon im freien Training über massive Vibrationen, die das Fahren extrem erschweren. „Die Vibrationen sind gerade sehr schlimm“, gab er im Funk zu Protokoll. „Wir müssen unbedingt auf die Strecke und sie überprüfen.“ Der Spanier und sein Teamkollege Lance Stroll belegten im Qualifying die hinteren Plätze, mit einem Abstand von über drei Sekunden auf Charles Leclerc. Die Daten bestätigten Alonsos Eindruck – die Vibrationen waren weiterhin ein gravierendes Problem.

Das Team versucht zwar, die Situation herunterzuspielen und betont die umfangreichen Arbeiten im Hintergrund, doch die Fakten sprechen eine deutliche Sprache. Die FIA-Berichte spiegeln die tatsächlichen Fortschritte offenbar nicht wider, wie Pedro de la Rosa betonte. „Alles, was es zu sagen gab, wurde gesagt: Wir haben hart an den Vibrationen, der Fahrbarkeit, der Motorleistung und dem Gewichtsreduktion gearbeitet. Das lässt sich nicht in einer FIA-Bericht zusammenfassen.“

Doch die Realität auf der Strecke ist unbestreitbar. Die Vibrationen, die angeblich aus der Lenksäule kommen, scheinen sich hartnäckig zu halten, und die Versuche, diese zu eliminieren, sind bisher gescheitert. Ein monatelanger Einsatz, so De la Rosa, habe zu einer gewissen Frustration geführt. „Es war ein Monat, in dem man nicht mehr aufhört zu arbeiten, und jetzt gibt es den Wunsch, zu analysieren, was passiert.“

Die großen Veränderungen, die das Team erwartet, werden offenbar Zeit brauchen. Im Moment setzt Aston Martin auf kleinere Verbesserungen in Bezug auf die Zuverlässigkeit und die Energieverteilung. Ein umfassendes Upgrade, das die Performance deutlich verbessern soll, ist erst im Rahmen der Europa-Tour geplant. „Wir müssen erst analysieren, ob die Änderungen in die richtige Richtung gehen, und dann sehen, was wir auf der Strecke zur Verfügung haben“, erklärte De la Rosa.

Obwohl Aston Martin betont, dass man nicht untätig war – ein Testlauf mit einem neuen Motor und Getriebe in Japan sei „sehr produktiv“ gewesen – bleiben die Zweifel groß. Die FIA-Berichte zeigen keine aerodynamischen Verbesserungen, aber das bedeutet nicht, dass im Team nicht fieberhaft an Lösungen gearbeitet wird. „Que nadie piense que estuvimos de brazos cruzados“, so De la Rosa, ein Zitat, das die Entschlossenheit des Teams unterstreicht, die Krise zu überwinden.

Die Probleme von Aston Martin sind mehr als nur technische Herausforderungen – sie sind ein Spiegelbild der hohen Erwartungen und des enormen Drucks, der auf dem Team lastet. Die Fans und die Medien erwarten ein Comeback, aber die Realität sieht derzeit anders aus. Nur die Zeit wird zeigen, ob Aston Martin seine Probleme in den Griff bekommt und das Versprechen eines Titelkampfes einlösen kann.