Asencio-arbeloa-drama: die folgen für den mittelfeldspieler
Madrid tobt! Der Fall Asencio, der sich wie ein Damoklesschwert über dem Bernabéu schwebt, erreicht einen neuen Siedepunkt. Was als taktische Entscheidung begann, droht, die gesamte Mannschaft zu spalten und die ambitionierten Ziele der Saison zu gefährden.

Ein fehler im vertrauen
Die Vorgeschichte ist kurios: Nach einem hart erkämpften Sieg gegen Celta Vigo, bei dem Asencio trotz einer deutlichen Kontusions der Halswirbelsäule auf dem Platz stand und eine starke Leistung zeigte, wurde er für das Champions-League-Spiel gegen Manchester City von Trainer Arbeloa überraschend auf die Bank beordert. Ein Umstand, den Asencio bitter empfand, insbesondere da er sich zuvor große Mühe gegeben hatte, trotz seiner Verletzung für das Team zur Verfügung zu stehen – ein Einsatz, der an die frühere, riskante Behandlung einer Tibia-Fraktur erinnerte. Huijsen erhielt stattdessen den Vorzug, eine Entscheidung, die sich angesichts der Ausfälle von Militao und Alaba in der Innenverteidigung als fatale Fehleinschätzung erweisen sollte.
Die Spannung zwischen Asencio und Arbeloa kochte bereits nach dem Champions-League-Debakel hoch. Doch der Tiefpunkt war erreicht, als der zentrale Mittelfeldspieler am Spieltag gegen Elche, kurz vor dem geplanten Training, mit einem Arzt im Büro des Trainers auftauchte, um von leichten Muskelbeschwerden zu berichten und seine Nicht-Teilnahme zu begründen. Ein Schritt, der Arbeloa keineswegs freudete und die ohnehin angespannte Situation weiter verschärfte.
Rüdigers Unmut hinzu kam die Verärgerung von Antonio Rüdiger, der eigentlich zur Schonung für das Rückspiel gegen City eine Pause erhalten sollte, nun aber kurzfristig für das Spiel gegen Elche aufgeboten werden musste. Ein Eingriff in seine sorgfältig geplante Regeneration, die er in enger Abstimmung mit dem Trainerstab vornahm, um seine körperliche Verfassung optimal vorzubereiten. Arbeloa, bekannt für seine Detailversessenheit, sah darin eine unvertretbare Belastung für den deutschen Nationalspieler.
Die Konsequenzen waren drastisch: Asencio wurde aus dem Kader gegen Elche gestrichen, reiste nicht nach Manchester und verpasste auch das Derbyspiel. Ein ungewöhnliches Ausbleiben, das in den sozialen Medien für wilde Spekulationen sorgte und Gerüchte über eine angebliche mangelnde Professionalität befeuerte.
Die Situation eskalierte, als Asencio sich weigerte, sich öffentlich bei seinen Teamkollegen für sein Verhalten zu entschuldigen. Arbeloa, der Disziplin in seinem Team hochhält – ein Umstand, den man schon einmal an Spielern wie Trent erlebt hat –, forderte eine öffentliche Entschuldigung als Bedingung für eine erneute Nominierung. Erst nach einer gezielten Provokation durch Arbeloa, der die Spieler aufforderte, sich zu äußern, ergriff Asencio das Wort und entschuldigte sich widerwillig.
Die Episode wirft ein schlechtes Licht auf die internen Abläufe im Verein und unterstreicht die Notwendigkeit einer klaren und offenen Kommunikation zwischen Spieler und Trainer. Ob Asencio seine Position im Team zurückerobern kann, bleibt abzuwarten. Seine jüngsten Einsätze gegen Mallorca und Bayern, bei denen er zwar zum Einsatz kam, jedoch keine nennenswerte Rolle spielte, lassen den Schluss zu, dass er sich erst einmal in der Hierarchie wieder nach oben arbeiten muss.
Die Geschichte von Asencio ist eine Mahnung: Auch im Profifußball können persönliche Eitelkeiten und mangelnde Teamfähigkeit den Erfolg gefährden. Ob Real Madrid aus dieser Affäre die richtigen Lehren zieht, wird die Zukunft zeigen.
