Arsenal-stars sind angefressen: luxus-charter für das champions-league-finale?
Ein ungewöhnlicher Aufreger überschattet den Triumphmarsch des FC Arsenal: Mehrere Mitarbeiter des Londoner Klubs sollen sich verärgert und enttäuscht zeigen, nachdem der Verein für die Reise zum Champions-League-Finale am 30. Mai in Budapest auf Charterflüge eines Drittanbieters setzte. Die Kosten für die Flüge, die bei knapp 992 Euro pro Person liegen, müssen von den Angestellten selbst getragen werden – ein Kontrast zu anderen Vereinen und ein bitterer Nachgeschmack inmitten einer historischen Saison.

Die preisfrage: warum diese lösung?
Arsenal hat zwar jedem Mitarbeiter ein kostenloses Ticket für das Endspiel in der Puskas-Arena (ein Kontingent von 16.824 Stehplatzkarten) zur Verfügung gestellt, doch die Reise selbst muss individuell organisiert und bezahlt werden. Die Mitarbeiter, die das Ticket annehmen, sind auf ihre eigenen Mittel angewiesen, um nach Ungarn zu gelangen. Ein Detail, das offenbar nicht jedem gefällt. Die Zahl spricht für sich: Etwa ein Drittel des Arsenal-Teams soll das Angebot angenommen haben, während der Finalgegner, Paris Saint-Germain, seinen Mitarbeitern die Reisekosten vollständig übernimmt. Das zeigt, dass es auch anders geht.
Ein Vergleich, der sticht: Während Paris im Halbfinale den FC Bayern aus dem Wettbewerb warf und Arsenal Atlético Madrid ausschaltete, zeigt sich nun ein deutlicher Unterschied in der Behandlung der Mitarbeiter. Gerade in einer Saison, in der Arsenal kurz vor dem ersten Premier-League-Titel seit 22 Jahren steht, kommt dieser interne Zoff zur Unzeit. Die Spannung ist greifbar, die Erwartungen hoch, und nun auch noch diese Unruhe hinter den Kulissen.
Der Telegraph berichtet, dass Mitarbeiter, die am Finaltag arbeiten, ihre Reisekosten von PSG erstattet bekommen und optional einen Sitzplatz auf den entsprechenden Flügen erwerben können, sofern freie Plätze verfügbar sind. Ein Luxus, der den Arsenal-Mitarbeitern verwehrt bleibt. Die Frage, welcher Verein am Ende den Henkelpott in den Händen hält, ist zwar noch offen, doch der interne Konflikt in London wirft ein schlechtes Licht auf die Wertschätzung der Mitarbeiter.
Es bleibt abzuwarten, ob dieser kleine, aber feine Unterschied die Leistung der Spieler auf dem Platz beeinflussen wird. Aber eines ist klar: Ein Verein, der seine Mitarbeiter nicht angemessen wertschätzt, riskiert mehr als nur ein schlechtes Image.
