Arsenal: zwei hochkaräter vom dienst – arteta krempelt die bank um!
London bebt! Während andere Vereine sich auf ihre Stammelf verlassen, hat der Arsenal FC eine Waffe entwickelt, die in der Champions League und der Premier League für Furore sorgt: eine Bank voller Talente und erfahrener Kräfte, die jederzeit einschlagen können. Mikel Artetas Schachzüge zahlen sich aus, denn die Rotationen des Teams sind nicht nur tief, sondern auch von herausragender Qualität.

Die champions league-bilanz spricht für sich
Noch vor wenigen Monaten schien die Arsenal-Bank eher ein Sammelsurium von Nachwuchsspielern zu sein. Arteta selbst gab zu: „Letzte Saison schaute ich auf die Bank und sah fünf Spieler aus der Jugend, die wahrscheinlich noch nie ein Champions-League-Spiel bestritten hatten.“ Diese Erkenntnis hat der Spanier offenbar zu radikalen Veränderungen bewegt. Mittlerweile verfügt Arsenal praktisch über zwei konkurrenzfähige Aufstellungen.
Der gestrige Sieg gegen Sporting CP im Alvalade-Stadion, wo die Portugiesen zuvor alle ihre Champions-League-Partien gewonnen hatten, ist der beste Beweis dafür. Arteta musste aufgrund von Ausfällen von Jurrien Timber, Piero Hincapié und Bukayo Saka improvisieren und brachte Ben White als Rechtsverteidiger, Ricardo Calafiori auf der linken Seite und Noni Madueke im Angriff. Doch die Qualität der eingewechselten Spieler ließ nicht auf sich warten.
Während der Trainer von Sporting CP, Rui Borges, lediglich Daniel Bragança und Rafael Nel einwechselte, griff Arteta auf Kai Havertz, Gabriel Martinelli und den jungen Max Dowman zurück – der jüngste Torschütze in der Geschichte der Premier League. Selbst der auf der Bank sitzende Gabriel Jesus konnte dem Spiel nicht schaden. Dowman übertraf sogar Lamine Yamal als jüngsten Spieler, der im Champions-League-Achtelfinale traf, auch wenn er gestern keine herausragende Rolle spielte.
Havertz und Martinelli sicherten den Sieg. Die beiden Routiniers bewiesen, dass sie nicht nur in der Startelf, sondern auch von der Bank aus entscheidenden Einfluss nehmen können. Mit ihrem Tor in der Nachspielzeit sicherten sie Arsenal den Sieg und einen wichtigen Vorsprung für das Rückspiel. Dieses Tor war bereits das vierte für Arsenal in dieser Champions-League-Saison, das von Spielern vom eigenen Nachwuchs erzielt wurde – ein neuer Wettbewerbsrekord!
Doch das ist noch nicht alles. Die Arsenal-Bank hat in dieser Saison in allen Wettbewerben bereits 38 Tore erzielt (24 Treffer und 14 Assists) – mehr als jedes andere europäische Top-Team. Kein Zufall, dass Arsenal auch das Team mit den meisten Toren in der Nachspielzeit der Premier League ist (8). Arteta warnte bereits im September: „Das ist der Standard, den andere Teams in der Liga und in Europa haben. Die Spieler müssen 70 oder 74 Spiele pro Saison bestreiten. Bei dieser Intensität können sie das nicht durchhalten, man braucht also mehr Spieler.“
Die Kaderwert der 24 Arsenal-Spieler beläuft sich auf stolze 1,23 Milliarden Euro, wovon 440 Millionen Euro auf die Spieler entfallen, die regelmäßig im Rotationssystem zum Einsatz kommen. Diese Investitionen haben sich eindeutig ausgezahlt. Der Kader wurde für 429 Millionen Euro zusammengestellt – ein Beweis dafür, dass Qualität ihren Preis hat.
Die Flexibilität und Tiefe des Arsenal-Kaders sind ein entscheidender Vorteil im Kampf um die Titel in England und Europa. Die Konkurrenz wird sich warm anziehen, denn Arteta hat bewiesen, dass er seine Bank als eine ebenso mächtige Waffe wie seine Startelf einsetzen kann.
