Arsenal: zwei hochkaräter vom dienst – arteta krempelt den kader um!

London erbebt! Während andere Vereine in der Champions League-Arena bangen, präsentiert der arsenal FC eine beeindruckende Tiefe auf der Bank. Mikel Artetas taktische Flexibilität ist nicht nur eine Strategie, sondern ein Statement: Die Gunners haben nicht nur einen, sondern fast zwei konkurrenzfähige Elf auf dem Zettel.

Die bank als waffe im kampf um die meisterschaft

Die bank als waffe im kampf um die meisterschaft

Noch vor einem Jahr blickte Arteta auf eine Bank voller Talente, die jedoch kaum Spielpraxis genossen. Fünf Spieler aus der eigenen Jugend standen zur Verfügung, ohne je ein Champions-League-Spiel bestritten zu haben. Dieser Zustand hat sich dramatisch gewandelt. Mittlerweile verfügt arsenal über einen Kader, der in puncto Qualität und Erfahrung kaum Wünsche offen lässt.

Der jüngste Beweis dafür lieferte das Auswärtsspiel gegen Sporting CP. Angesichts von Ausfällen von Schlüsselspielern wie Timber, Hincapié und Saka improvisierte Arteta gekonnt und brachte Ben White als Rechtsverteidiger, Ricardo Calafiori links und Noni Madueke im Angriff unter. Das Ergebnis: Ein arsenal, das keineswegs an Potenzial einbüßte – im Gegenteil.

Während der Gegner, Rui Borges, lediglich zwei Spieler einwechselte, griff Arteta tief in seinen Kader und brachte unter anderem Kai Havertz, Gabriel Martinelli und den jungen Max Dowman. Letzterer avancierte gar zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der Premier League und löste damit Lamine Yamal als jüngsten Champions-League-Torschützen ab. Auch wenn Dowman am gestrigen Abend keine glanzvolle Figur spielte, zeigten Martinelli und Havertz eindrucksvoll, was in ihnen steckt.

Der Treffer von Martinelli in der Nachspielzeit, ein direkt vorbereiteter Schuss von Havertz, besiegelte den Sieg und markierte zudem ein historisches Ereignis: Der vierte Treffer des arsenal FC in dieser Champions-League-Saison, der von Spielern der Bank erzielt und vorbereitet wurde. Eine Leistung, die ihresgleichen sucht.

Doch die Stärke des Kaders beschränkt sich nicht nur auf die Champions League. Die Bankspieler des arsenal FC haben in dieser Saison bereits 38 Tore erzielt (24 Treffer, 14 Assists) – mehr als jedes andere Team in Europa. Kein Wunder, dass Arsenal auch in der Premier League in der Spitzengruppe der Mannschaften mit den meisten Toren in der Nachspielzeit steht (8).

Arteta warnte bereits im September vor der Belastung, die die intensive Saison für die Spieler bedeuten wird: „Die Spieler müssen 70 oder 74 Spiele bestreiten. Das ist neu. Bei dieser Intensität können sie es nicht durchhalten, daher braucht man mehr Spieler.“ Eine Prognose, die sich in der aktuellen Saison bereits bewahrheitet.

Die Kaderkosten belaufen sich auf stolze 1,23 Milliarden Euro, wobei 429 Millionen Euro für die Rotationsspieler ausgegeben wurden. Ein Investment, das sich auszahlt und die Ambitionen des Vereins unterstreicht.

Die Tiefe des Kaders ermöglicht es Arsenal, flexibler zu agieren und auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren. Es ist ein Wettbewerbsvorteil, der dem Verein in der Premier League und der Champions League zugutekommen wird.