Arsenal: zwei hochkaräter vom dienst – arteta macht's möglich!
Mikel Artetas arsenal hat eine neue Waffe im Kampf um die Champions League-Krone: eine Bank, die kaum schlechter ist als die Startelf. Während andere Vereine auf Nachwuchsspieler hoffen oder auf die Qualität ihrer Reservisten verzichten müssen, präsentiert der Spanier eine Truppe, die jederzeit den Unterschied machen kann. Eine Entwicklung, die in der Vergangenheit schmerzlich fehlte, aber jetzt das arsenal auf ein neues Level hebt.

Die notenbank als erfolgsgarantee
Vor einem Jahr blickte Arteta noch mit Sorge auf die Ersatzbank, wo fünf Talente aus der eigenen Jugend ohne Champions-League-Erfahrung dümpelten. Ein deutliches Zeichen für die fehlende Tiefe im Kader. Doch diese Zeiten sind vorbei. Mittlerweile verfügt der arsenal-Trainer über zwei nahezu gleichwertige Aufstellungen, die in der Lage sind, jeden Gegner herauszufordern. Das gestrige Spiel gegen Sporting CP in Lissabon demonstrierte eindrucksvoll, wie Arteta seine Wechsel einsetzt, um das Spiel zu beeinflussen und die frische Kraft zu nutzen.
Drei wichtige Ausfälle – Jurrien Timber, Piero Hincapié und Bukayo Saka – zwangen Arteta zu ungewöhnlichen Entscheidungen. Doch statt eines Qualitätsverlusts brachte der Spanier frischen Wind ins Spiel. Ben White auf der rechten Verteidigerposition, Ricardo Calafiori auf der linken Seite und Noni Madueke im Angriff bewiesen, dass der Kader des arsenal mehr als nur eine erste Elf umfasst. Ein Fakt, der dem Gegner Sporting CP unter der Leitung von Rui Borges wenig Freude bereitete, der lediglich zwei Spieler einwechseln konnte.
Kai Havertz, Gabriel Martinelli und der junge Max Dowman bewiesen ihre Qualität und trugen maßgeblich zum Sieg bei. Dowman, gerade einmal 19 Jahre alt, wurde als jüngster Spieler in der Geschichte der Premier League zum Torschützen, als er im Dschungel des Strafraums lauerte und den Ball ins Netz beförderte. Ein Beweis für Artetas Mut, jungen Talenten eine Chance zu geben. Selbst der auf der Bank sitzende Gabriel Jesus konnte die Leistung der jungen Wilden nicht schmälern.
Die Bedeutung der Wechsel manifestiert sich auch in den Statistiken. Vier der bisherigen arsenal-Tore in der Champions League wurden durch Spieler erzielt, die von der Bank kamen. Ein neuer Wettbewerbsrekord! Und das ist nur ein Beispiel für die beeindruckende Bilanz der Arsenal-Ersatzspieler in dieser Saison, die in allen Wettbewerben 38 Treffer bejubeln durften (24 Tore und 14 Vorlagen). Kein anderes europäisches Top-Team kommt in die Nähe dieser Werte. Kein Wunder also, dass Arsenal in der Premier League am häufigsten in der Nachspielzeit trifft (acht Tore).
“Das ist der Standard, den wir in der Liga und in Europa anstreben”, kommentierte Arteta nach dem Spiel. “Die Spieler müssen 70 bis 74 Spiele pro Saison bestreiten. Diese Belastung ist ohne eine breite Kader nicht zu stemmen.” Die Kaderkosten belaufen sich auf rund 1,23 Milliarden Euro, wovon 440 Millionen Euro auf die Spieler entfallen, die regelmäßig zum Einsatz kommen. Ein Investment, das sich zweifellos auszahlt.
Die Transfermarktwertanalyse zeigt, dass die 24 Spieler in Artetas Kader mit einem Marktwert von 1,23 Milliarden Euro aufwartet. Ein beachtlicher Wert, der die Qualität des Kaders unterstreicht. Doch am Ende zählt das Ergebnis auf dem Platz, und hier beweist Arsenal, dass die Tiefe des Kaders ein entscheidender Vorteil ist. Die Gunners haben bewiesen, dass sie nicht nur eine starke erste Elf, sondern auch eine konkurrenzfähige Bank haben. Und das macht sie zu einem ernsthaften Anwärter auf den Titel.
