Arsenal perfektioniert eckball-chaos – und slot leidet sichtlich
13 Menschen auf engstem Raum, ein scharfer Ball in den Fünfmeterraum, und irgendwie landet er im Netz. Arsenal hat diese Formel in der laufenden Premier-League-Saison zur Kunst erhoben – und Liverpool-Trainer Arne Slot bringt das auf eine Art und Weise zum Kochen, die man selten von einem Meistertrainer hört.
Dreizehn menschen, ein tor und kein schiedsrichterpfiff
Es war die 21. Minute des Londoner Derbys zwischen Arsenal und Chelsea, als das Bild wieder einmal perfekt zusammenfasste, worum es geht. Sechs Gunners postierten sich im Fünfmeterraum von Keeper Robert Sánchez. Zusammen mit sieben Chelsea-Spielern tummelten sich dort 13 Männer auf einer Fläche, die eigentlich für niemanden gedacht ist. Gabriel stieg am höchsten, legte per Kopf auf Saliba zurück, und der drückte den Ball über den Arm von Sarr ins Netz. Kein Pfiff. Tor.
Beim 2:1-Sieg der Gunners fielen alle drei Treffer nach demselben Muster. Fünfmeterraum überladen, Keeper einengen, scharfe Flanke – und dann die Göttin des Chaos entscheiden lassen. 16 Tore hat Arsenal in dieser Premier-League-Saison nach Eckbällen erzielt. Die Zahl spricht für sich.

Slot sagt offen, was viele denken aber nicht aussprechen
Der Liverpool-Coach ließ sich nach dem Spiel keine Hintertür offen. „Hier könnte man dem Torwart fast ins Gesicht schlagen und der Schiedsrichter sagt trotzdem: 'Weiterspielen!' Gefällt mir das? Meinem Fußballherz gefällt das nicht.
