Arsenal dreht brand-führung um: lyon kassiert späte 1:2-klatsche

Jule Brand traf früh, doch zwei individuelle Fehler kosteten Olympique Lyon den Sieg. Arsenal wendet das Spiel und nimmt sich vor dem Rückspiel die besten Karten fürs Finale in Oslo.

Brand trifft, doch lyon patzt zweimal

Die 18. Minute schien der perfekte Zeitpunkt. Brand nahm einen Steilpass mit, schüttelte Little ab und nagelte den Ball links unten ins Netz. Die deutsche Nationalspielerin jubelte, 3.000 mitgereiste Fans tobten – und Lyon kontrollierte danach mit Mühe und Konzept. Doch Arsenal schaltete nach der Pause einen Gang höher. Ein Eigentor von Ingrid Engen (58.) und ein kapitaler Zuspiel-Patzer in der 84. Minute ebneten Olivia Smith den Weg zum 2:1-Siegtreffer. Plötzlich liegt der achtmalige Champion mit dem Rücken zur Wand.

Die Statistik spricht Bände: Lyon kam in Hälfte zwei nur noch zu einem Torschuss – jener Lattenkracher von Diani, der hätte das 2:1 ergeben können. Stattdessen kassierte die Defensive zwei Gegentore nach Standards und Ballverlusten. “Wir haben zu tief gestanden und uns nicht befreit”, sagte Brand, “das war zu wenig, um hier einen Vorteil mitzunehmen.”

Rückspiel droht déjà-vu

Rückspiel droht déjà-vu

Genau ein Jahr nach dem gleichen Halbfinale steht Lyon vor dem gleichen Dilemma. 2025 gewannen die Französinnen das Hinspiel in London 2:1, kassierten daheim aber einen 1:4-Blackout und schieden aus. Trainer Sonia Bompastor muss nun ihre Abwehr umbauen: Renard droht eine Sperre, Endler wirkte nach dem Eigentor sichtlich angeschlagen. Dazu fehlt mit Cascarino die wichtigste Flügelspielerin nach Foul-Problem.

Arsenal reicht ein Remis im heimischen Stade de Gerland, um das Finale am 23. Mai in Oslo zu erreichen. Die Gunners haben die letzten fünf Pflichtspiele gewonnen, davon vier mit mindestens zwei Toren Differenz. “Wir wissen, dass Lyon alles nach vorne werfen wird”, sagte Trainer Renée Slegers, “aber unsere Konter laufen heiß.”

Die Wette: Werden die Londonerinnen die Serie ausbauen oder Lyon den eigenen Mythos retten? Am Samstag (15.00 Uhr) steht die Antwort fest. Für Brand und Co. heißt es: gewinnen oder ausscheiden – ein weiteres Jahr ohne Titel wäre blanker Frust.