Antonelli schlägt suzuka-comeback: mercedes lockt mit 1:28,778

Kimi Antonelli hat Suzuka in den ersten Minuten des Rennsonntags an sich gerissen. 1:28,778 Minuten – kein anderer Pilot kam an diesem Morgen unter die 1:29-Marke. Die Tribünen im 8-förmigen Kurs explodierten, als der 19-Jährige die silberne Pfeil-Monoposto über die Ziellinie schob und damit die erste Pole Position seiner noch jungen Formel-1-Karriere einsackte.

Formationsverzögerung: barrieren-arbeiten schieben start um zehn minuten nach hinten

Die Freude hatte einen kleinen Riss: Ein Defekt an den Streckenbarrieren nach dem Support-Rennen zwang die Streckenposten zu einem hastigen Reparatur-Einsatz. Statt 7:00 Uhr rollten die 22 Boliden erst um 7:10 Uhr zum Eröffnungsrundgang aus. Für die 80.000 japanischen Fans war das nur ein zusätzlicher Adrenalinstau – sie feierten jeden Piloten mit einer Choreografie aus Flaggenwogen und Smartphone-Lichtern.

Hinter Antonelli parkt George Russell, Teamkollege bei Mercedes, mit 0,298 Sekunden Rückstand auf Position zwei. McLaren setzt die Zwischenzeit-Bestzeit mit Oscar Piastri (1:29,132) und Lando Norris (1:29,409) auf die Plätze drei und fünf, nur durch Charles Leclerc im Ferrari (1:29,405) getrennt. Lewis Hamilton, seit dieser Saison in Rot, startet von Rang sechs – 0,789 Sekunden hinter dem neuen Stern am Firmament.

Verstappen außerhalb der top-10 – erstmals seit suzuka 2023

Verstappen außerhalb der top-10 – erstmals seit suzuka 2023

Max Verstappen muss von Platz elf ins Rennen gehen. Der Weltmeister schaffte nur 1:30,262 Minuten und kassierte damit das schlechteste Suzuka-Qualifying seiner Red-Bull-Zeit. Die neue RB12-Generation leidet offenbar unter dem kühlen 14-Grad-Asphalt, auf dem der Downforce der 2026er-Regelwerksflügel noch nicht greift.

Die Überraschung komplett machen Jack Doohan im Alpine (7.) und Isack Hadjar (8.), der als Rookie für Red Bull direkt ins Q3 fuhr. Cadillac erlebte ein Debakel: Sergio Pérez und Valtteri Bottas landeten auf den Positionen 19 und 20, getrennt von mehr als zwei Sekunden von Antonelli.

Suzuka bleibt schumis revier – hamilton kann rekord egalisieren

Suzuka bleibt schumis revier – hamilton kann rekord egalisieren

Kein Fahrer hat öfter in Japan gewonnen als Michael Schumacher – sechs Mal. Lewis Hamilton kann heute nachziehen. Der Brite triumphierte 2007 mit McLaren und 2014, 2015, 2017, 2018 mit Mercedes. Eine fünfte Stern-Saison würde ihn auf Augenhöhe mit der deutschen Legende bringen. Die Stimmung spricht für ihn: Hamilton-Fans haben ganze Sektoren in Silber-Rot umgestaltet.

Die 53 Runden auf 5,807 Kilometern mit der berüchtigten 130R und der Spoon-Kurve sind ein Belastungslabor. Neue Hybrid-Module, ein 50-prozentiger elektrischer Anteil pro Runde und ein schmaler Temperaturfenster lassen Reifen und Ingeniere gleichermaßen schwitzen. Wer heute die Energie-Renauflagen meistert, kann morgen in der WM-Tabelle große Sprünge machen.

Start um 7:10 uhr ortszeit – tv8 zeigt die highlights um 14:15 uhr

Start um 7:10 uhr ortszeit – tv8 zeigt die highlights um 14:15 uhr

Sky und NOW übertragen live, wer keine Zeit hat, schaltet um 14:15 Uhr auf TV8 ein. Die Bilder lohnen sich: Suzuka liefert seit 1987 Dramen – von Prost gegen Senna bis zu Verstappens Dominanz der letzten Jahre. Heute könnte der nächste Kapitelwechsel anstehen. Antonelli gegen Russell, McLaren gegen Mercedes, ein Verstappen mit Feuer unterm Helm – und ein Asphalt, der noch kühler wird, je länger die Schatten werden.

Die Ampeln springen in 180 Minuten. Suzuka ist bereit, Japan ist bereit – und Motorsport-Deutschland hält den Atem an.