Laliga schaltet alarmstufe rot: hass und beleidigungen in stadien eskalieren!
Die spanische Fußballliga LaLiga hat erneut Alarm geschlagen: In ihrem wöchentlichen Bericht an den spanischen Fußballverband (RFEF) und die Kommission gegen Gewalt und Diskriminierung wurden gravierende Vorfälle in mehreren Spielen dokumentiert. Es geht um mehr als nur Schmähungen – es geht um einen Trend, der den spanischen Fußball in ein schlechtes Licht rückt.

Schiedsrichter, spieler und ganze mannschaften im visier
Konkret geht es um das Spiel Espanyol gegen Real Madrid, wo heimische Fans den Schiedsrichter Jesús Gil Manzano in drei Fällen beleidigten und einmal den verächtlichen Ruf „tonto, tonto“ gegen Real Madrids Stürmer Vinicius Júnior anstimmmten. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Auch in den Partien Alavés gegen Athletic Club und Osasuna gegen Barcelona kam es zu verbalen Attacken. Dort wurden wiederholt beleidigende Rufe gegen Spanien und die Nationalmannschaft geäußert – ein besonders beunruhigender Aspekt.
Die Szene im El Sadar Stadion war schlichtweg chaotisch. Während Lewandowski per Kopfball traf, sorgten die Zuschauer für eine toxische Atmosphäre. Neben den bereits erwähnten Schmährufen gegen Barcelona und die Polizei, wurden auch Anhänger der Blaugrana für Beleidigungen gegen Real Madrid zur Rechenschaft gezogen. Die Zahl der Vorfälle – neun insgesamt – verdeutlicht das Ausmaß des Problems.
Ein besonders schmutziger Seitenhieb betraf den Torwart des Granada CF. Nach einer strittigen Situation in der vorherigen Begegnung, wurden die Chöre „Pulido, muérete“ (Pulido, stirb) und „Andrada, mátalo“ (Andrada, töte ihn) gegen den Torwart Esteban Andrada skandiert, der im Duell mit Jorge Pulido vom Huesca CF eine unsportliche Aktion begangen hatte. Als Konsequenz wurde Andrada nachträglich mit 13 Spielen gesperrt – ein Zeichen dafür, dass die Liga derartige Verfehlungen nicht länger toleriert.
Selbst die Spiele Getafe gegen Rayo Vallecano und Zaragoza gegen Granada blieben von den Vorfällen nicht unberührt. Fans des Getafe äußerten sich abfällig über den Rayo-Keeper, während in Zaragoza die Rufe gegen Granada eskalierten. LaLiga setzt dabei auf die Mithilfe der Fans selbst: Über die Plattform „LALIGAVS“ können Zuschauer Vorfälle melden und so zur Bekämpfung von Gewalt in den Stadien beitragen.
Die jüngsten Ereignisse zeigen deutlich: Die Gewalt und die Hassreden im spanischen Fußball sind kein Einzelfall, sondern ein besorgniserregender Trend. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen LaLiga und der spanische Fußballverband ergreifen werden, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Sicherheit und den Respekt in den Stadien wiederherzustellen. Denn eines ist klar: Fußball soll eine Leidenschaft sein, keine Hassrede.
