Anna-lena forster plant nach-winterspiel-saison – ohne olympia-garantie
Anna-Lena Forster könnte in Mailand und Cortina d'Ampezzo ihre letzten Paralympics bestreiten – das weiß auch sie. „Ich bin mitten im Zwiespalt“, sagt die 30-Jährige, Deutschlands bekannteste Para-Wintersportlerin. Die Entscheidung fällt nicht am Gletscher, sondern danach, „wie die Spiele laufen, wie ich mich fühle und was das Leben sonst noch will.“

Frankreich 2027 steht, danach wird geschaut
Ein sofortiger Rücktritt nach dem 15. März kommt für die Monoskifahrnerin nicht infrage. Die WM 2027 in Frankreich ist längst im Kalender. „Da habe ich schon einen fetten Haken dran“, sagt Forster. Ob sie sich dann vier weitere Jahre bis zu möglichen Spielen in ihrer Lieblingsregion quetschen will, lässt sie offen. „Von Jahr zu Jahr“ lautet ihre Devise – keine ewige Loop, sondern ein bewusstes Vordringen in die Zukunft.
Während sie selbst noch auf der Piste zischt, macht ihr der Blick zurück Sorgen. Der deutschen Para-Alpin-Nachwuchs „sieht schwierig aus“. Trainerwechsel, fehlende Talente, ein Team, das sich neu erfinden muss. „Es steht noch viel Arbeit an“, sagt die viermalige Paralympics-Siegerin. Die nächste Generation muss her, sonst droht dem Sport die Leere, die sie selbst einst mit Siegen füllte.
Forster wird in Norditalien also nicht nur um Medaillen fahren, sondern auch um Antworten. Die Uhr tickt – für sie und für den gesamten deutschen Para-Ski.
