Anderson räumt bei big-12-awards ab – nba-traum rückt näher

Christian Anderson hat die Big-12- Liga zerlegt. 19,2 Punkte, 42,7 Prozent Dreier, ein Franchise-Rekord an Assists – und jetzt der Titel als Most Improved Player. Der 19-jährige Guard der Texas Tech Red Raiders ist kein Geheimtipp mehr, sondern ein Top-Kandidat für die NBA.

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30 Spiele, 233 Assists – nie zuvor gelang das einem Spieler der Red Raiders in einer Saison. Anderson ist auch der Erste, der gleichzeitig 200 Assists und 100 Dreier versenkte. Die Konferenz zeigte sich beeindruckt und wählte ihn ins First-Team All-Conference, gemeinsam mit seinem Teamkollegen JT Toppin.

Die Zahlen lügen nicht, aber sie erzählen auch nicht die ganze Geschichte. Texas Tech verlor Toppin vor Wochenfrist an eine Knieverletzung. Seitdem trägt Anderson nicht nur die Nummer auf dem Rücken, sondern auch die Last der Offense. Er liefert, weil er muss. Und weil er kann.

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Die Red Raiders starten als Nummer zehn der Nation ins NCAA-Turnier. Sie gelten als 3- oder 4-Seed, was bedeutet: ein vermeintlich leichter Auftakt, aber ein möglicher Kracher im Sweet-16. Für Anderson ist jede Partie ein Probespiel. Scouts der Milwaukee Bucks, Oklahoma City Thunder und New York Knicks haben bereits Plätze in der ersten Reihe reserviert.

Die NBA winkt, doch Anderson schweigt zu dem Thema. Stattdessen schraubt er im Training die Wurfzahl hoch, studiert Clips von Steve Nash und sucht die Telefonnummer von Dirk Nowitzki. Der ehemalige DBB-Junior will in Kansas City nicht nur gewinnen – er will dominieren.

Wenn die Red Raiders das Final Four erreichen, dürfte Andersons Stock im Draft steigen. Aktuell liegt er zwischen Pick 18 und 24. Ein epischer Lauf im March Madness und er rutscht in die Lottery. Das weiß er, das wissen seine Gegner. Und genau das macht das Turnier so gefährlich – für alle Beteiligten.