Alonso und sainz: zwangspause bringt überraschende chance!
Die Formel 1-Saison 2026 hat für die beiden spanischen Hoffnungsträger Fernando alonso und Carlos Sainz bisher nicht nach Plan verlaufen. Doch statt in Panik zu verfallen, könnte die ungewöhnliche Zwangspause durch die verschobenen Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien eine unerwartete Gelegenheit bieten, um das Ruder zu drehen.
Die lange saison: ein fluch für entwicklungsteams
Die gängige Theorie im Motorsport besagt, dass eine lange Unterbrechung zu Beginn einer Saison selten von Vorteil ist. Autos benötigen konstantes Fahren und ständige Anpassungen, insbesondere in einem komplexen Jahr wie 2026, wo Energie, Verteilung und die verschiedenen Betriebsmodi der Boliden eine ständige Herausforderung darstellen. Für alonso und Sainz gilt dies jedoch nicht uneingeschränkt. Die Verschiebung der ersten Rennen und der spätere Start in Miami gewähren ihnen wertvolle Zeit zu Korrekturen und Optimierungen.
Sainz, der vor dem Grand Prix von Japan einen vielversprechenden 9. Platz erreichte, steht vor der Aufgabe, seinen schwachen Saisonstart von 2025 wieder gutzumachen. Ähnlich erging es alonso, dessen bisherige Punktlosigkeit an eine Saison erinnert, die an die schwierige Zeit mit McLaren-Honda erinnerte. Der Sprung an die Spitze des Feldes ist offensichtlich noch groß, und die Erwartungen müssen realistisch sein – zumindest für die erste Saison unter den neuen Bestimmungen.
Williams setzt auf Miami
Williams befindet sich in einer besonders schwierigen Lage. Das übermäßige Gewicht des FW48, das seit seiner Einführung ein Problem darstellt, beeinträchtigt die Performance erheblich. Es erschwert das Fahren in schnellen Kurven, macht das Auto unhandlich und behindert die Integration der Mercedes-Antriebseinheit. Sainz konnte zwar in China einen 9. Platz einfahren, doch in Japan blieb er erfolglos. James Vowles, der Teamchef, gibt sich dennoch optimistisch: „Wir werden uns anstrengen und sicherstellen, dass wir mit einem Auto nach Miami zurückkehren, das in der Lage ist, Punkte zu erzielen.“
Die Umstellung in Grove wird revolutionär, und die Pause kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. „Das kommt uns allen zugute – dem Team, mir selbst. Wir haben fünf Wochen Zeit, um unsere Herangehensweise zu überdenken“, so Vowles.

Aston martin: geduld ist gefragt
Bei Aston Martin hingegen herrscht deutlich weniger Optimismus. Der AMR26 leidet nicht nur unter Problemen mit der Antriebseinheit, sondern auch unter mangelnder Agilität in schnellen Kurven. Erst mit der Einführung der neuen Antriebsspezifikation in Barcelona oder am Red Bull Ring wird eine spürbare Verbesserung erwartet. „Wir müssen noch wichtige Schritte machen“, betonte Mike Krack, der Chefingenieur.
alonso, pragmatisch wie immer, sieht die Pause vor allem als Chance, die letzten Plätze in Bahrain und Saudi-Arabien zu vermeiden. „Wir können nicht mehr arbeiten, denn wir arbeiten alle Stunden, die zur Verfügung stehen. In Miami wird das Auto gleich sein, obwohl wir hoffen, in den nächsten Monaten Lösungen zu finden.“
Natürlich sind nicht nur Aston Martin und Williams betroffen. Ferrari plant einen neuen Unterboden, Mercedes will die problematischen Starts verbessern, und McLaren, gestärkt durch Piastris Podium in Japan, arbeitet an einer umfassenden Überarbeitung des Autos. Miami könnte also ein Wendepunkt sein – oder auch nicht, in einer Formel 1, die für einige schon beim ersten Start in die falsche Richtung gelenkt wurde.
Die Wahrheit ist: Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Teams an der Spitze bereits jetzt deutlich besser positioniert sind und von den Verbesserungen profitieren können. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die Zwangspause für die hinteren Teams tatsächlich eine Chance auf einen Aufstieg bietet oder ob sie nur die bestehenden Defizite noch deutlicher macht.
