Aston martin: f1-albtraum in suzuka – alonso als testfahrer degradiert?

Suzuka – Was einst als ambitioniertes Comeback von Fernando alonso bei Aston Martin begann, gleicht mittlerweile einem Fiasko von epischem Ausmaß. Der Start in die Saison 2026 ist für das britische Team eine Katastrophe, die selbst hartgesottene Formel-1-Fans schockiert. Adrian Neweys Design und der von Honda gelieferte Motor scheinen in keiner Weise miteinander harmonisch zu arbeiten, und alonso sowie Lance Stroll sind gezwungen, jede Session als eine Art Feldversuch zu nutzen.

Die daten sprechen eine deutliche sprache

Die Situation ist so dramatisch, dass selbst ehemalige Experten wie Jolyon Palmer kein Umschweigen mehr verlegen. "Sie waren in Japan schlichtweg langsam“, so Palmer unlängst. „Offensichtlich arbeiten sie fieberhaft an Lösungen, aber sie müssen bereits Kompromisse eingehen, nur um das Auto überhaupt ins Ziel zu bringen. Es ist einer der größten Misserfolge, die wir je in der Formel 1 erlebt haben.“ Die Qualifikation verdeutlicht die Misere: 1,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze – eine Ewigkeit in der schnelllebigen Welt des Motorsports. Im vergangenen Jahr hätte Aston Martin mit dieser Differenz bereits zwei komplette Grid-Positionen gewonnen.

Die Vibrationen der Honda-Einheit bereiten den Fahrern offensichtlich große Probleme. alonso musste sich in Suzuka mit dem 18. Platz begnügen, während Stroll gar nicht erst in die Wertung kam. Doch das größte Problem liegt nicht im aktuellen Zustand, sondern in der düsteren Zukunftsprognose. Aston Martin räumt offen ein, dass eine Wende nur sehr langsam erfolgen wird.

Alonso als pilot der geduld

Alonso als pilot der geduld

Die Lage ist so ernst, dass einige im Paddock bereits über den Zustand des Teams spotten. Palmer geht sogar so weit, alonso mit der Rolle eines Testfahrers zu vergleichen. „Es ist, als befänden wir uns im Jahr 2002 wieder mit Fernando. Er ist zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder in einer solchen Position. Das ist Aston Martin im Moment.“ Die Hoffnung, dass Honda eine schnelle Lösung für die lähmenden Vibrationen liefern kann, scheint vergebens. Erst nach dem Grand Prix von Japan wurde überhaupt klar, was die Ursache dafür war – eine Erkenntnis, die wertvolle Zeit kostete.

Lance Stroll und Fernando alonso müssen sich darauf einstellen, dass ihre Aufgabe vorerst darin besteht, Daten zu sammeln und Kilometer zu absolvieren. Für sie gilt: Nichts ist mehr drin. Es ist ein trauriger Zustand für einen Fahrer von Alonsos Format, der einst für seine Siegeswillen und sein aggressives Fahren bekannt war. Die Frage ist, wie lange er sich noch mit dieser Situation abfinden wird. Die Saison 2026 wird für Aston Martin zu einer langen und beschwerlichen Reise durch die Wüste.