Alonso kämpft in miami: aston martin steckt in der krise
Fernando Alonso hat einen frustrierenden Freitag in Miami erlebt, der die anhaltende Misere von Aston Martin in der Formel 1 unterstreicht. Während die Konkurrenz Fahrt aufnimmt, kämpft das Team weiterhin mit Problemen und scheint den Anschluss an die Spitze verloren zu haben – eine Situation, die Alonso nach dem Qualifying offen zur Sprache brachte.
Die vibrationen und das fehlende tempo
Nach fünf Wochen Pause der Formel-1-Saison kehrte Fernando Alonso nach Miami zurück, um festzustellen, dass sein Team weiterhin weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Im Qualifying Sprint erreichte er lediglich den vorletzten Platz, nur übertroffen von Lance Stroll, der seinerseits ebenfalls mit Problemen zu kämpfen hatte. Bereits im freien Training waren Vibrationen ein ständiges Ärgernis, die den Rennaction beeinträchtigten. „Es ist das gleiche Auto wie in den ersten Rennen, aber die anderen haben verbessert. Wir werden langsamer, das akzeptieren wir“, erklärte Alonso nach dem Qualifying.
Der Fokus liegt derzeit ausschließlich auf der Zuverlässigkeit, während das Leistungsniveau auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird, dessen Datum das Team lieber offen lässt. „Die Vibrationen haben sich verbessert. Wir haben seit Japan einige Änderungen vorgenommen, aber das Leistungsniveau haben wir noch nicht angefasst“, so Alonso. Das Team sieht zumindest einen Lichtblick am Horizont, auch wenn sich dies in der Rennsituation erst zeigen wird. Ziel ist es, die Distanz zu bewältigen, auch wenn nicht die volle Leistung des AMR26 zur Verfügung steht.
Doch die Probleme sind tiefgreifender. Es ist nicht nur das fehlende Tempo, sondern auch die Tatsache, dass Aston Martin seine Konkurrenten nicht mehr mitbieten kann. „Wir liegen immer noch weit zurück, weil sich die Autos der anderen verbessert haben, während wir uns nur auf die Zuverlässigkeit konzentriert haben. Im Hinblick auf die Leistung sind wir einen Schritt zurück“, betonte der Spanier. Ein verpatztes Qualifying, in dem er eine Runde nicht zu Ende fahren konnte, da die Aerodynamik verspätet reagierte, unterstrich die schwierige Situation zusätzlich.

Strolls qual-albtraum und die allgemeine verzweiflung
Auch Lance Stroll hatte einen schwierigen Tag. „Ich hatte Probleme mit den Bremsen, wir wissen nicht genau, was los ist und analysieren das weiterhin. Ich habe im freien Training nicht viel gelernt, wir haben die gleichen Probleme wie im Training“, klagte der Kanadier. Aston Martin befindet sich am Ende des Feldes, und die erhofften grünen Schüsse bleiben aus.
Die Diskrepanz ist schmerzhaft: Während Cadillac bereits Verbesserungen zeigt, kämpft Aston Martin mit den Grundlagen. Alonso kann sich zumindest darin trösten, Stroll geschlagen zu haben – in der einzigen Disziplin, in der das Team derzeit mithalten kann.
Auch in Miami wird es keine Wunder zu erwarten sein, und auch der Beginn der europäischen Saison in Monaco oder Barcelona wird voraussichtlich keine schnelle Wende bringen. Das Auto bleibt in vielen Aspekten unverändert, abgesehen von Gewicht, Vibrationen und kleinen Anpassungen. Die Verzweiflung ist spürbar, und die Frage ist, wie lange Aston Martin benötigt, um wieder in die Erfolgsspur zu finden. Die Aufgabe ist enorm, die Konkurrenz ist stark, und die Zeit drängt.
