Cottbus verpasst sprungpole: fehlende chancen und schiedsrichter-debatte
Duisburg – Energie Cottbus hat im direkten Duell um den Aufstieg gegen den MSV Duisburg die Chance auf eine komfortablere Ausgangsposition vergeben. Ein müder 1:2-Auswärtsschlag in einer Partie, die von vergebenen Gelegenheiten und einer hitzigen Diskussion um die Leistungen des Unparteiischen Robert Kampka überschattet wurde. Claus-Dieter Wollitz, der Trainer der Lausitzer, zeigte sich sichtlich angefressen, sprach aber auch Selbstkritik.
Die pfeife im fokus: wollitz' kritik an kampka
Nach dem Spiel stand lange nicht das sportliche Geschehen im Vordergrund, sondern die Leistung des Schiedsrichters. Wollitz ließ seiner Frustration freien Lauf: „Es zieht sich wie ein roter Faden – in diesem Spiel, in Osnabrück. Ein Schiedsrichter, der seine Karriere beendet, mit solchen Entscheidungen.“ Besonders die Nicht-Entscheidung in der Nachspielzeit, als Kampka einen klaren Eckball verweigerte, sorgte für Unmut in der Cottbusser Delegation. Wollitz räumte zwar ein, dass man damit umgehen müsse, ließ aber keinen Zweifel daran, dass er die Leistung des Unparteiischen kritisch sieht.

Kontrolliert, aber unsauber: cottbus' probleme im angriff
Doch die Schiedsrichter-Debatte ist nur ein Teil der Geschichte. Wollitz betonte auch die eigenen Defizite: „Im letzten Drittel waren wir zu unsauber.“ Die einfachen Ballverluste, die zu Gegentoren führten – wie das 0:1 durch Thilo Töpken nach einem unbedachten Pass – ärgerten den Coach. Auch der Start in den zweiten Durchgang war alles andere als optimal. „Da waren wir erst einmal ein paar Minuten nicht gut“, so Wollitz, und aus dieser schläfrigen Phase resultierte folgerichtig das 0:2.
Die Tabelle spitzt sich zu: Mit Cottbus (66 Punkte), Duisburg (66 Punkte) und Essen (64 Punkte) ist das Aufstiegsrennen in der 3. Liga zwei Spieltage vor Schluss dramatischer denn je. Ein Sieg in Duisburg hätte Cottbus die Tabellenführung eingebracht und die Verfolger auf Distanz gebracht. Stattdessen müssen die Lausitzer nun im direkten Duell gegen Wiesbaden alles geben, um ihre Aufstiegschancen nicht endgültig zu verspielen.
Die Personalsituation für das Spiel gegen Wiesbaden ist angesichts der Gelb-Sperren für Kapitän Axel Borgmann und den Schlüsselspieler Tolcay Cigerci (der erstmals in dieser Saison ausfällt) zusätzlich erschwert. Wollitz forderte von seiner Mannschaft, sich trotz dieser Widrigkeiten zu beweisen und den wichtigen Sieg einzufahren. Die Uhr tickt – und Cottbus muss liefern.
