Almirón fehlt paraguay: mundcup-sperre nach mundschutz-geste!

Schock für Paraguay: Miguel Almirón wird im letzten Gruppenspiel gegen Australien fehlen. Der Grund? Eine unerwartete Sperre nach einem Vorfall gegen die Türkei – und eine neue Regel, die für Aufsehen sorgt.

Die neue mundschutz-regel: ein wendepunkt im fußball?

Die neue mundschutz-regel: ein wendepunkt im fußball?

Die Entscheidung der FIFA fiel am Dienstag: Almirón wurde für ein Spiel gesperrt, nachdem er sich im Spiel gegen die Türkei (1:0) in einer hitzigen Auseinandersetzung den Mund mit der Hand bedeckt hatte. Ein Vergehen, das die Fußballwelt überraschte, aber eben durch eine neue Regelung des International Football Association Board (IFAB) bestraft wurde. Diese Regel, die erstmals bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada zum Einsatz kam, sieht vor, dass das Verdecken des Mundes mit der Hand fortan immer einen Platzverweis zur Folge hat.

Der Videoassistent wies Schiedsrichter Iván Barton in Santa Clara auf die Szene hin, woraufhin der Mittelfeldspieler in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit vom Platz musste. Ein schneller, unglücklicher Moment, der nun Paraguay vor einem großen Problem stellt. Denn Almirón war nicht nur ein wichtiger Spieler, sondern auch eine Art Hoffnungsträger für seine Mannschaft.

Gianni Infantino, der FIFA-Präsident, hatte sich vehement für diese Regel eingesetzt. Der Auslöser für die Einführung war die Kontroverse um Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon, der Vinícius Júnior von Real Madrid im Champions-League-Playoff-Duell rassistisch beleidigt haben soll und sich daraufhin das Trikot vor den Mund gezogen hatte. Die FIFA wollte damit ein klares Zeichen setzen gegen jede Form von Diskriminierung und Provokation.

Es ist ein riskantes Unterfangen, die Regeln so eng auszulegen. Die Diskussionen sind noch lange nicht vorbei. Während manche die Regel als notwendigen Schritt zur Bekämpfung von Rassismus und Hassrede begrüßen, sehen andere darin eine übertriebene Reaktion, die den Spielverlauf unnötig beeinflussen kann. Die Frage, ob eine solche Regel wirklich dazu beitragen kann, ein respektvolles Miteinander im Fußball zu fördern, bleibt offen.

Paraguay muss nun ohne seinen erfahrenen Mittelfeldspieler gegen Australien antreten. Ein schwerer Verlust, der die Chancen auf ein Weiterkommen im Turnier deutlich schmälert. Die Mannschaft steht vor einer großen Herausforderung, muss aber nun zeigen, dass sie auch ohne Almirón zu Höchstleistungen fähig ist. Die Welt des Fußballs wird gespannt beobachten, wie sich die Situation entwickelt – und wie die neue Mundschutz-Regel in Zukunft angewendet wird.