Ronaldo schreibt geschichte: 145 länderspieltore und wm-rekord im fünferpack

Cristiano Ronaldo lässt die Zeit einfach stehen. Mit 41 Jahren schraubte er im WM-Stadion von Houston seine WM-Torausbeute auf zehn und riss damit die Eusebio-Statue aus dem Podest der ewigen portugiesischen WM-Schützen. Dabei war das 5:0 gegen den Turnier-Neuling Usbekistan nur die Grundierung für eine Gala, die ihresgleichen sucht.

Doppelpack, jubel, dauerapplaus

Alles begann nach sechs Minuten. João Cancelo tanzte zwei Usbeken aus, legte quer – und Ronaldo donnerte die Kugel aus fünf Metern unter die Latte. Das Stadion explodierte, 68.777 Fans schmetterten das „Siuuu“ bis in die texanische Nacht. Nur 33 Minuten später legte der Altstar nach: Fernandes schickte ihn, Ronaldo blieb eiskalt und schob zum 3:0 ins lange Eck. Zwischendurch hatte Nuno Mendes per Freistoß zum 2:0 getroffen, ein Eigentor von Khusanov und ein spätes Leão-Kunstschuss rundeten den Kantersieg ab.

Die Usbeken kamen nie ins Spiel. Ganievs vermeintliches Anschlusstor nach 29 Minuten schmolz dank VAR wegen Foulspiel an Cancelo. Danach war nur noch Ronaldo und sein Publikum. Bei jedem Ballkontakt jagte ein Raunen durch die Reihen, bei jedem Sprint ein Sturm aus Blitzlichtern. Als er in der 73. Minute vom Feld ging, klatschten selbst US-Gendarmerie-Offiziere Beifall.

Jetzt zählt nur noch kolumbien

Jetzt zählt nur noch kolumbien

Für Portugal geht es am Sonntag in Miami gegen Kolumbien um den Gruppensieg. Usbekistan reist unterdessen nach Atlanta, wo ein Punkt gegen die DR Kongo das Erstrunden-Aus vielleicht noch verhindern würde. Für Ronaldo aber zählt nur eine Zahl: 145 Länderspieltore, und er fühlt sich wie 25.