Almería vor duell um die tabellenführung: historische vorteile!

Ein Duell auf Augenhöhe steht an: UD Almería und Racing Santander treffen am Sonntagabend um 21:00 Uhr aufeinander, wobei es um die Tabellenführung in der zweiten spanischen Liga geht. Doch für Almería könnte die Vergangenheit eine Rolle spielen – zumindest statistisch.

Die lange geschichte zweier vereine

Obwohl beide Teams aktuell zu den Top-Mannschaften der Liga gehören, ist die Geschichte ihrer Begegnungen überraschend dünn gesät. In den 24 Jahren seit Almerías Aufstieg in die professionelle Liga gab es lediglich 14 Ligaspiele zwischen den beiden Klubs, davon sieben in Santander. Dies liegt vor allem daran, dass Racing lange Zeit in der spanischen Eliteserie spielte, bevor der Abstieg in die Segunda División B folgte. Almería hingegen pendelte zwischen erster und zweiter Liga.

Die bisherigen Aufeinandertreffen in Santander sprechen für die Andalusier: Von sieben Spielen konnten sie drei gewinnen, zwei endeten unentschieden, und nur zwei wurden verloren. Besonders im Blick behalten sollte man die Erfolge in den jüngsten Begegnungen: In den letzten drei Duellen in Santander blieb Almería ungeschlagen – ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft in der nordspanischen Küstenstadt gut drauf ist.

Die Bilanz im Detail: Racing 1-0 Almería (2007/08), Racing 0-2 Almería (2008/09), Racing 0-2 Almería (2009/10), Racing 1-0 Almería (2010/11), Racing 3-4 Almería (2012/13), Racing 1-1 Almería (2019/20), Racing 2-2 Almería (2024/25).

Offensivstarke teams, defensive schwächen

Offensivstarke teams, defensive schwächen

Beide Mannschaften sind bekannt für ihre Torjägerqualitäten und stehen mit 67 bzw. 66 Toren an der Spitze der Torschützenliste. Allerdings weisen beide Teams auch Schwächen in der Defensive auf, wobei Racing mit 37 Gegentoren die viertschlechteste Abwehr der Liga hat und Almería mit 33 Toren die achtschlechteste.

Im Rennen um den Titel des Pichichi liegt Sergio Arribas von Almería mit 21 Toren knapp vor Andrés Martín von Racing, der 18 Treffer erzielt hat. Die Entscheidung um den Titel könnte also auch von der individuellen Klasse der Offensivstars abhängen.

Doch Vorsicht: Racing befindet sich derzeit in einer schlechten Verfassung. Die Mannschaft verlor drei der letzten vier Spiele, darunter zwei deutliche Niederlagen gegen Albacete und Andorra. Der Druck auf den Trainer ist spürbar. Almería hingegen präsentierte sich zuletzt stabiler und sicherte sich einen knappen Sieg gegen Leganés in der Nachspielzeit. Dieser Erfolg könnte das Team zusätzlich stärken und ihnen Selbstvertrauen für das wichtige Duell verleihen. Der Momentan-Zustand ist daher entscheidend.

Die Tabelle ist knapp, die Formkurve entscheidend. Almería reist als Zweiter nach Santander, nur einen Punkt hinter dem Ligaführer. Nur wer seine Chancen nutzt und die Fehler des Gegners bestraft, wird am Ende die Oberhand behalten.

Die letzten Spiele zeigen: Almería hat in Santander das gewisse Etwas. Ob sich dieser Trend fortsetzt, wird das Spiel am Sonntag zeigen – ein Spitzenspiel voller Spannung und Dramatik.