Almansa schnappt sich die pole in mugello – chaos im qualifying!
Ein irres Qualifying beim Moto3-Grand-Prix von Italien in Mugello! David Almansa sicherte sich die Pole Position, während zahlreiche Teams und Piloten durch taktische Fehleinschätzungen und Reviersuche im Windschatten völlig den Bach runtergingen. Ein Tag voller Dramatik, Hitze und verpassten Chancen.

Die qualifikation: ein wettlauf gegen die zeit und die sonne
Die Hitze in der Toskana war unerbittlich: 28 Grad Celsius in der Luft, satte 47 Grad auf der Strecke. Unter diesen Bedingungen kämpften die Moto3-Piloten um die besten Startpositionen. Besonders der Lokalmatador Guido Pini, stammend aus Borgo San Lorenzo, hatte mit dem Rückenwind der Fans gerechnet. Doch das Qualifying entwickelte sich zu einem chaotischen Spektakel, in dem die Jagd nach dem Windschatten oft wichtiger war als eine schnelle Einzelrunde.
Bereits im Q1 gab es einige Überraschungen. Brian Uriarte und Adrián Cruces, beide aus Spanien, kämpften ebenfalls um den Einzug ins Q2. Die Erkenntnis, dass ein guter Windschatten entscheidend sein könnte, führte zu einem ungewöhnlichen Verhalten: Einige Piloten, wie Bertelle und Uriarte, ignorierten diese Strategie und versuchten, sich auf ihre eigene Leistung zu verlassen. Pini, der ebenfalls alleine unterwegs war, schien ebenfalls auf seine eigenen Kräfte zu setzen.
Als die Boxen aufriefen, um neue Reifen zu montieren, landeten Uriarte, Danish, Buchanan und Pini im ungünstigen Falle, aussortiert zu werden. Der Kantabrer Uriarte hatte jedoch einen komfortablen Vorsprung von zwei Zehntel Sekunden vor dem Zweitplatzierten und sogar acht Zehntel vor dem Fünften. Salmela, der als Letzter gestartet war, entschied sich für eine Solo-Strategie, ohne Rücksicht auf andere. Der Rest der Piloten wartete geduldig in ihren Boxen, um ihre einzige schnelle Runde zu absolvieren. Doch die Wartezeit zahlte sich nicht aus: fast alle wurden von der schwarz-weiß karierten Flagge überrascht. Nur Bertelle, Rammerstorfer und Mitani konnten noch eine Runde fahren.
Im Q2 versuchte der führende Quiles, sich von der Konkurrenz abzusetzen und eine eigene Linie zu verfolgen. Adrián Fernández wurde von Bertelle und Esteban gejagt, während Danish an der Seite von David Muñoz die Führung übernahm. Doch dann kam Almansa, der als Letzter im Feld fuhr und auf weit entfernte Referenzpunkte angewiesen war, und übertraf alle mit einer beeindruckenden Leistung um 18 Sekunden. Danish konnte sich nicht verbessern, nachdem er mit Ríos kollidiert war. Als die Piloten an den Boxen vorbeifuhren, befand sich Quiles nur auf dem 15. Platz, während Carpe auf dem 12. Platz lag. Fernández startete schnell, gefolgt von Esteban. Die anderen hielten sich weiterhin in der ‘Pit Lane’ auf.
Und wiederholte sich das Chaos: Die Piloten verbrachten zu viel Zeit mit der Suche nach Windschatten und wurden von der schwarz-weiß karierten Flagge abgefangen. Ein Desaster für Quiles und andere. Der Frust bei Aspar war deutlich zu erkennen. Nur Adrián, Esteban, Kelso, O’Shea und Bertelle konnten noch eine Runde absolvieren. Kelso hatte die Pole in der Hand, ließ sie aber in der Zielgeraden durch seinen Teamkollegen O’Shea entgleiten. Buchanan stürzte auf dem Weg zurück in die Garage.
Letztendlich sicherte sich Almansa die Pole Position, obwohl er in seinem zweiten Versuch nicht sein volles Potenzial ausschöpfen konnte. Es war seine erste Pole seit Thailand. Max, der aktuelle Tabellenführer, muss sich nun mit dem 15. Startplatz begnügen und seine Führung verteidigen. Ein Rennen voller Überraschungen und Dramatik steht bevor!
