Alhaurín de la torre baut basketballhalle für unicaja-kapitän alberto díaz
Ein Grundstein, ein Name, ein klares Signal: Alhaurín de la Torre bekommt eine neue Basketballhalle – und sie wird nach Alberto Díaz benannt, dem Kapitän von Unicaja Baloncesto. Der Spatenstich fand kürzlich statt, und wer dabei war, verstand sofort, dass das hier mehr ist als ein Bauprojekt. Das ist eine Liebeserklärung an den Sport.
Ein moment, der größer war als die zeremonie selbst
Díaz stand im Mittelpunkt. Nicht wegen seiner Anwesenheit, sondern wegen dem, wofür er steht: ein Spieler aus der Region, der es bis an die Spitze des spanischen Basketballs geschafft hat, und dem nun eine Halle gewidmet wird, bevor er überhaupt aufgehört hat zu spielen. Neben ihm: Bürgermeister Joaquín Villanova, der Präsident der Diputación Málaga Francisco Salado, die Junta-Delegierte Patricia Navarro und Unicaja-Präsident Antonio Jesús López Nieto. Die institutionelle Schicht war stark vertreten – aber der eigentliche Herzschlag der Veranstaltung kam von den Jugendlichen der Klubs C. B. Alhaurín de la Torre und Algazara, die auf derselben Fläche standen wie ihr Idol. Trainer Ibon Navarro und der frühere Nationalspieler Carlos Cabezas rundeten das Bild ab.
Vergraben wurde auch eine Zeitkapsel mit Gegenständen des Tages. Ein kleines, symbolisches Detail – aber genau solche Details bleiben.

2,7 Millionen euro für eine halle, die wirklich sinn ergibt
Die Zahlen: 2,7 Millionen Euro Gesamtkosten, davon trägt die Diputación eine Million. Den Rest übernimmt das Ayuntamiento. Vergeben wurde der Auftrag an A7GR Servicios y Obras. Bauzeit: rund ein Jahr. Wer schon einmal erlebt hat, wie lange kommunale Sportinfrastrukturen in Spanien auf sich warten lassen, weiß, dass das ambitioniert ist – aber nicht unrealistisch.
Die Halle selbst wird rund 3.900 Quadratmeter umfassen, ausschließlich für Basketball konzipiert und so gebaut, dass die Hauptfläche in mehrere Felder aufgeteilt werden kann. Das klingt technisch, bedeutet aber konkret: Trainings- und Wettkampfbetrieb laufen nicht mehr gegeneinander. Für Vereine, die täglich um Hallenzeiten kämpfen, ist das kein Luxus – das ist Normalzustand, den sie bisher nicht hatten.

Was unicaja damit zu tun hat
Die Verbindung zu Unicaja ist nicht rein symbolisch. Der Klub plant, in der neuen Halle Spiele seiner U22-Mannschaft auszutragen. Das ist ein handfestes Bekenntnis zu einem Standort, der bisher im Schatten der Provinzhauptstadt stand. Alhaurín de la Torre rückt damit ein Stück näher an den professionellen Basketball heran – und die lokale Jugend bekommt Vorbilder zum Anfassen, nicht nur auf dem Bildschirm.
Die Tribüne fasst zunächst 350 Zuschauer, dazu kommen getrennte Zugänge für Publikum und Sportler, Umkleiden, Parkplätze mit E-Ladepunkten und Fahrradstellplätze. Gelegen an der Avenida Santa Clara, fügt sich die Anlage in das bestehende Stadtbild ein – kein Fremdkörper, sondern ein Anker.

Alberto díaz als maßstab für die nächste generation
Dass eine aktive Spielerpersönlichkeit zu Lebzeiten mit einem Bauwerk geehrt wird, ist selten. Dass es sich dabei um jemanden handelt, der aus genau dieser Region kommt und dort Basketball gespielt hat, bevor er zur Ikone wurde, macht die Sache rund. Sein Name wird in diesem Gebäude nicht einfach auf einer Tafel stehen. Er wird der Rahmen sein, in dem künftige Generationen ihre ersten Dreier werfen, ihre ersten Niederlagen einstecken und vielleicht ihren eigenen Weg nach oben beginnen.
Wenn die Halle in einem Jahr fertig ist, wird Alhaurín de la Torre eine der modernsten reinen Basketballanlagen der Provinz Málaga besitzen. Das ist kein schlechter Satz für eine Stadt, die lange warten musste.
