Algerien schnuppert wm-luft: sieg gegen jordanien, messi jubelt!
Santa Clara – Algerien hat im letzten Gruppenspiel der WM 2026 gegen Jordanien einen wichtigen Sieg errungen und damit die Hoffnungen auf eine K.o.-Runde am Leben erhalten. Doch der Erfolg schmeckt auch Lionel Messi und Argentinien, die sich dank des algerischen Triumpfes vorzeitig den Gruppensieg sichern konnten. Ein packendes Spiel voller Wendungen, das die Vielfalt des internationalen Fußballs demonstrierte.

Algeriens kampfgeist belohnt sich
Nach einem müden Auftakt, der von beiden Teams geprägt war, die unter dem Druck der vorgegebenen Situation litten, zeigten die Algerier vor allem in der zweiten Halbzeit eine beeindruckende Moral. Nach einem frühen Rückstand durch Nizar Al-Rashdan (36.) kämpften sie sich zurück ins Spiel. Die beiden späten Treffer von Nadhir Benbouali (69.) und Amine Gouiri (82.) waren nicht nur spielentscheidend, sondern auch Ausdruck des unbändigen Willens der algerischen Mannschaft.
Drei Bundesliga-Profis prägten das Spiel: Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen), Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund) und Fares Chaibi (Eintracht Frankfurt) gehörten zur Startelf und zeigten, dass die deutsche Liga auch international auf höchstem Niveau mithalten kann. Doch die Jordanier, die erstmals seit Brasilien wieder an einer WM teilnahmen, ließen sich nicht einschüchtern und boten lange Zeit einen hart umkämpften Widerstand.
Luca Zidane, im Tor Algeriens, hatte einen rabenschwarzen Tag hinter sich, nachdem er beim 0:3 gegen Argentinien keine gute Figur abgegeben hatte. Er musste sich früh seinen Fähigkeiten stellen und konnte durch geschickte Paraden im Laufe des Spiels einige Treffer verhindern. Yazeed Abuleila im Tor Jordaniens hingegen hielt seinen Kasten lange sauber, zeigte aber im Endspurt keine Antwort auf die algerische Angriffswucht.
Die „Wüstenfüchse“ haben zwar mehr Ballbesitz, doch die kompakte Abwehr Jordaniens machte es ihnen schwer, zwingende Torchancen zu kreieren. Erst durch eine Steigerung der eigenen Intensität und taktische Anpassungen gelang es Algerien, die gegnerische Defensive zu knacken. Das Duell mit Österreich (1:3) hatte gezeigt, dass Jordanien zwar bissig in den Zweikämpfen ist, aber auch anfällig für Umschaltmomente.
Am Sonntag treffen die Algerier im direkten Duell auf Ralf Rangnicks Österreicher. Der Ausgang dieses Spiels entscheidet über den zweiten Platz in der Gruppe J und die damit verbundene Aussicht auf eine K.o.-Runde. Die Partie verspricht Spannung pur, denn beide Teams sind hungrig nach dem Erfolg und wollen sich die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale nicht nehmen lassen. Das vorzeitige Ausscheiden Jordaniens trübt den ansonsten positiven Eindruck des Teams, das mit großem Kampfgeist und Leidenschaft angetreten ist.
