Alcaraz zerquetscht fonseca in miami – der brasilianer kassiert nächste lehrstunde
Carlos Alcaraz schickt Joao Fonseca mit 6:4, 6:4 nach Hause – 95 Minuten, in denen der Spanier jeden Zweifel an seiner Form vertilgt und dem 19-jährigen Carioca die Grenzen der Top-Tour aufgezeigt hat.
Revanche statt rückschlag
Die Niederlage gegen Medvedev in Indian Wells brennt noch. Statt zu hadern, dreht der 20-jährige Murciano auf. Er springt in Florida mit einer Gangart auf den Court, die Fonseca einfach nicht pariert. Der Brasilianer, vor zwei Wochen noch Sinner-Opfer, findet keine Lücke. Alcaraz’ Vorhand jagt wie ein Gewehr durch die Nacht von Miami – zehn Winner nur im ersten Satz.
Zwischenstand 3:1, Break vorn, doch Fonseca stemmt sich. Er erarbeitet sich eine Rückschlag-Chance, scheitert aber am Netz. Alcaraz lässt keine weitere Schwäche zu. 68 % erste Aufschläge, 70 % Punkte danach – Zahlen, die das Match beschreiben, ohne das Gefühl zu erfassen: Der Weltranglistenerste spielt hier wie auf Training, nur schneller, lauter, unbarmherziger.

Korda wartet – und die uhr tickt
Nächster Gegner: Sebastian Korda, der zuvor Carabelli 6:0, 6:3 wegschickte. Für Alcaraz ist das ein Déjà-vu – 2022 beendete der Amerikaner in Miami den Lauf des damaligen Titelverteidigers. Fonseca hingegen sammelt Eindrücke. „Dieses Level ist noch eine Weltreise entfernt“, sagt er nach dem Match, das ihm vor allem die physische Lücke offenlegt. Seine Schläge wirken auf einmal schwer, während Alcaraz wie auf Federn läuft.
Der spanische Spieler verlässt den Court mit dem Gesicht eines Mannes, der weiß: Die Saison beginnt erst. Die Saison, in der er sich vom Jäger wieder zum Gejagten machen will.
