Alba zerquetscht frankfurt und fixiert platz zwei – bayern-kracher am freitag

87:61 in der hessischen Ballsporthalle – das klingt nach Trainingseinheit, nicht nach Basketball-Bundesliga. Doch genau das war es, was Alba Berlin am Sonntagnachmittag bei den Skyliners ablieferte. Dreimal in sieben Tagen gespielt, dreimal gewonnen. Die Berliner dampfen ungebremst Richtung Playoffs, während Frankfurt erneut im „Murmeltier-Modus“ verharrt.

Frankfurt schenkt das spiel her – und weiß, dass es das tut

35:33 führten die Hausherren zur Pause, dann kam das berüchtigte dritte Viertel. 10:28 lautete die Ausbeute der Hessen, Trainer Klaus Perwas schleuderte sein Taktikbrett in die Ecke und brüllte: „Es ist ein Unterschied, ob sie schwierige Würfe treffen – oder wir sie ihnen einfach schenken!“ Die Wahrheit in diesem Satz tut weh. Frankfurt spielte sich in 18 Minuten selbst ab, Alba nahm das Geschenk höflich entgegen.

Ohne Martin Hermannsson (Kontusion) mussten die Berliner improvisieren. Jack Kayil übernahm, traf fünf Dreier, beendete das Spiel mit 17 Punkten und lächelte locker: „Unsere zweite Hälfte war deutlich besser als die erste.“ Das ist Untertreibung. Es war eine Machtdemonstration.

Pape fällt aus – frankfurts saison ist erledigt

Pape fällt aus – frankfurts saison ist erledigt

Der Schock sitzt tiefer als die Niederlage. Kapitän Till Pape knickte im dritten Viertel um, humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Kabine. Diagnose: Band- oder Sehnenverletzung im Sprunggelenk – Saisonende wahrscheinlich. „Wir hatten keine Energie mehr“, sagte Tyger Campbell und wusste, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Das Fehlen von Pape riss die ohnehin wackelige Defense auseinander.

Als Tabellen-15. geht für Frankfurt weder nach oben noch nach unten etwas. Die Saison ist gelaufen, die Sommerpause beginnt früh. Für Alba dagegen wartet am Freitag (18 Uhr, Dyn) das Spitzenspiel bei Bayern München. Mit einem Sieg könnten die Berliner den Abstand auf Platz eins verkürzen – und sich für ein mögliches Playoff-Duell mental aufschaukeln. Martin Hermannsson? „Er macht mit, wenn er kann“, sagt Calles. Frankfurt dagegen muss erst einmal heilen.